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Stand: 27.06.2016

EU-CSR-Richtlinie schafft Offenlegungspflicht zu Nachhaltigkeitsbelangen für Unternehmen

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Lupe

Mit der Umsetzung der EU-CSR-Richtlinie in deutsches Recht bis Ende 2016 sind bestimmte große Unternehmen und Gruppen ab 2017 verpflichtet, im Rahmen einer nichtfinanziellen Erklärung im Lagebericht Informationen u.a. zum Umgang mit Umwelt- und Sozialbelangen zu berichten. Ein erster Referentenentwurf des in der Umsetzung federführenden Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz wurde im März 2016 veröffentlicht. Der WWF Deutschland setzt sich für eine effektive Umsetzung der Richtlinie ein.

Die EU-Richtlinie 2014/95 (CSR-Richtlinie) wurde im Oktober 2014 vom Rat verabschiedet und wird bis Ende 2016 in deutsches Recht umgesetzt. Zentrales Ziel der Richtlinie ist es, die Transparenz von Gesellschaften bestimmter Rechtsformen zu fördern sowie die Relevanz, Konsistenz und Vergleichbarkeit der gegenwärtig offengelegten nichtfinanziellen Informationen durch Ausbau und Präzisierung der bestehenden Anforderungen zu verbessern.

 

Die Richtlinie verpflichtet im Wesentlichen kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie Versicherungen und Banken mit mehr als 500 Mitarbeitern, ab 2017 in den Lagebericht eine nichtfinanzielle Erklärung aufzunehmen, die sich auch auf die Lieferkette beziehen sollte. Diese soll mindestens Informationen zu Umwelt-, Sozial-, und Arbeitnehmerbelangen, der Achtung der Menschenrechte sowie der Bekämpfung von Korruption und Bestechung enthalten, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens sowie der Auswirkung seiner Tätigkeit von Bedeutung sind. Die Erwägungsgründe der Richtlinie konkretisieren, dass die Erklärung sich auch auf das Thema Treibhausgasemissionen beziehen sollte. Darzustellen sind die von Unternehmen in Bezug zu diesen Belangen verfolgten Konzepte, Ergebnisse dieser Konzepte, die wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sowie wesentliche mit diesen Belangen verbundene Risiken und deren Handhabung.

 

Federführend für die Umsetzung der CSR-Richtlinie in Deutschland ist das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV). Das BMJV hat im März 2016 einen ersten Referentenentwurf veröffentlicht. Dieser orientiert sich an einer 1:1-Umsetzung der EU-Richtlinie. Die beteiligten Verbände erhielten die Möglichkeit zur Stellungnahme bis zum 15.04.2016. Ein Regierungsentwurf ist im Sommer 2016 zu erwarten.

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Nachhaltigkeits-Check als Einstieg

Umweltberichte bieten Chancen – über die Information der Ziel- und Dialoggruppen hinaus. Mit Hilfe einer fundierten Umweltberichterstattung können Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck messen, steuern und kontinuierlich senken.

 

Einen Einstieg bietet hier ein ökologischer Nachhaltigkeits-Check, bei dem der WWF Unternehmen als Sparringpartner unterstützt. Schwerpunkte des Nachhaltigkeits-Checks sind – je nach Materialität des Unternehmens – die Bereiche Klima & Energie, Ernährung, Arten, Süßwasser, Meeresschutz, Agrarrohstoffe sowie Wälder (Holz und Papier).

Kontakt:

Andrea Dreifke-Pieper

Leiterin Strategische Unternehmenskooperationen

Tel.: 030 - 311 777 740
Mobil: 0151 188 54 886

andrea.dreifke-pieper(at)wwf.de

Ansprechpartner für die CSR-Richtlinie:

Johannes Erhard

WWF Deutschland

Tel.: 030 - 311 777 199
Mobil: 0151 188 54 936

johannes.erhard(at)wwf.de

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