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Stand: 25.05.2016

Kennen Sie Ihre Wasserrisiken?

Jeans, Shirt, Kaffee und Smartphone – bereits die ersten 15 Minuten des Tages sind Zeugnis des globalen Wasserfußabdrucks, den jeder Mensch täglich hinterlässt. Fast jedes Produkt benötigt innerhalb seiner Wertschöpfung Süßwasser. Laut dem Risikobericht des Weltwirtschaftsforums 2016 ist Wasserknappheit in den nächsten zehn Jahren die Nummer Eins der globalen Wirtschaftsrisiken. Auch weitere Risiken haben direkt oder indirekt Einfluss auf das Thema Süßwasser. Zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell gehört auch unmittelbar die sinnvolle Nutzung von Wasserressourcen.

Wie hoch ist das Risiko für mein Unternehmen?

Als Unternehmen sollte man wissen, wo die eigenen Wasserrisiken liegen. Der Wasserrisikofilter hilft bei einer solchen Analyse: Der WWF bietet Unternehmen eine ausführliche und kostenfreie Risikoanalyse an, die alle wasserrelevanten Aspekte abdeckt. Diese Analyse kann für eigene Standorte und die gesamte Wertschöpfungskette durchgeführt werden. Nach nur wenigen Eingaben (Standort und Produkt) wird übersichtlich dargestellt, welche Risiken aus dem Standort abzuleiten sind (siehe Abb. 2). Unternehmen können den Wasserrisikofilter nutzen, um die wasserbezogenen Risiken von Abläufen, Zulieferern oder Wachstumsplänen abzuschätzen, positive oder negative Trends abzusehen und daraus strategische Entscheidungen abzuleiten.

Abb. 2: Beispiel Ergebnis Water Risk Filter; Quelle: http://waterriskfilter.panda.org/

Das Risiko für mein Unternehmen reduzieren!

Wenn Sie Ihr Risiko kennen – arbeiten Sie an dessen Reduzierung!

Aus dem Wasserrisikofilter ergeben sich detaillierte Ergebnisse für flussgebietsbezogene und produktbezogene Risiken. Der Wasserrisikofilter stellt Maßnahmen und Programme zur Verfügung, die mit Zulieferern und Organisationen durchgeführt werden können und dabei helfen, etwaige Risiken zu reduzieren.

 

Die eigene Wassertechnologie effizienter zu machen, ist meistens sinnvoll, reicht aber standortabhängig nicht aus, da Wasserknappheit oftmals eine Folge von vielen Nutzern innerhalb eines Flussgebietes ist. Selbst als vorbildlicher Akteur ist man nicht vor Risiken geschützt, da eine Abhängigkeit von anderen Nutzern im Flusssystem besteht.

 

Beispiele aus der Praxis: Ein Bananenbauer im Norden Kolumbiens, welcher zwar hochmoderne Bewässerungstechnologien besitzt, dennoch in Dürre- oder Flutperioden 40 Prozent Ernteeinbußen zu verzeichnen hat, weil es einfach kein gutes Wassermanagement in der Region gibt. Oder eine Goldmine im Norden von Chile, die den Abbau gestoppt hat, da aufgrund von Druck aus den Gemeinden die Wasserrechte entzogen wurden.

 

In vielen Fällen liegt der Grund des Wasserrisikos also nicht in den eigenen vier Wänden, sondern bei konkreten Problemen im Flussgebiet. Um ein effektives Wassermanagement zu gewährleisten, müssen also oft Maßnahmen mit anderen Schlüsselakteuren im Flussgebiet angegangen werden. Dazu wird das Konzept des „Water Stewardship“ angewandt.

Lesen Sie mehr dazu hier

Abb. 3: WWF Water Stewardship Konzept – Schritt für Schritt © WWF
WWF Water Stewardship Konzept – Schritt für Schritt © WWFLupe

Vorankündigung: Den Kontext betrachten

Um als Unternehmen beim Thema Wasser verantwortungsvoll zu handeln, muss man eine Reihe von Aspekten berücksichtigen:

 

  1. Das Thema ist komplex. Es geht um einzelne Flussgebiete und deren Dynamiken. Alleine mit Wassersparen kommt man langfristig nicht weit.
  2. Aufgrund der Komplexität von Flussgebieten reicht ein globaler Ansatz nicht aus. Vielmehr geht es darum, die größten Wasserrisiken im eigenen Portfolio (Produktionsstandorte und Vorlieferketten) zu verstehen und zu priorisieren. Hier hilft der Wasserrisikofilter
  3. Um Risiken letztendlich zu reduzieren, hilft der Water Stewardship Ansatz des WWF. Werden auch Sie ein guter Water Steward und reduzieren Sie Ihre Risiken. Wir helfen gerne dabei!

 

In den nächsten Monaten werden WWF, World Resources Institute, The Nature Conservancy, CDP und UN Global Compact CEO Water Mandate an Richtlinien für Unternehmen arbeiten, die sich mit der Vision von „context-based corporate water targets“ auseinandersetzt. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen.

Kennen Sie Ihr Wasserrisiko oder wollen ein guter Water Steward werden? Arbeiten Sie mit uns zusammen!

Andrea Dreifke-Pieper

Leiterin Strategische Unternehmenskooperationen

Tel.: 030 - 311 777 740
Mobil: 0151 188 54 886

andrea.dreifke-pieper(at)wwf.de

Philipp Wagnitz

Water Risk Management

Tel.: 030-311 777 209

philipp.wagnitz(at)wwf.de

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