WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 26.01.2016

Klimaschutz: Starke Signale von Staatengemeinschaft und Wirtschaft

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat erklärt, dass die UN-Klimakonferenz (COP 21) in Paris zum entscheidenden Punkt bei der Bekämpfung des Klimawandels werden muss. © Benjamin Géminel
© Benjamin Géminel

Klimaabkommen sendet klare Signale

Am 12. Dezember 2015 ist in Paris erstmalig ein für alle Staaten verbindliches Klimaabkommen verabschiedet worden. Das Abkommen zeigt einen spürbaren Willen, die Wissenschaft endlich ernst zu nehmen und die globale Temperaturerwärmung möglichst auf 1,5° Grad zu begrenzen. Alle Länder sind nun aufgefordert, sofortige Maßnahmen zur Reduktion ihrer Treibhausgase und zum Waldschutz sowie zum nachhaltigen Landmanagement einzuleiten. Nun liegt es an den einzelnen Ländern, das Abkommen umzusetzen.

Die Wirtschaft übernimmt Verantwortung

Doch „Klima-Leadership kann nicht allein den Regierungen überlassen werden“, findet Alberto Carrillo Pineda, Head of Climate Business Engagement des WWF. „Neben staatlichen Verpflichtungen brauchen wir auch kooperative Anstrengungen, von städtischen Behörden, über die Zivilgesellschaft bis zur Wirtschaft.“  In und um Paris hat die Wirtschaft bereits eine aktive Rolle übernommen.

So hat sich lange vor der Klimakonferenz die We Mean Business Koalition gegründet. Mit ihr haben sich 366 Unternehmen offiziell zu Klimaschutzmaßnahmen verpflichtet, zum Beispiel zu wissenschaftlich basierten Klimazielen. In einer Erklärung zum Klimaabkommen von Paris fordern 35 führende Unternehmen aus der deutschen Wirtschaft einen ambitionierten Klimaschutzplan 2050 für Deutschland. Auch vom Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos kommen klare Töne: Im Rahmen einer Studie wurde das Scheitern der Maßnahmen für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel dieses Jahr erstmals von den Experten des Forums als folgenschwerstes Risiko für die kommenden Jahre bewertet.

Jetzt braucht es konkrete Maßnahmen

Die Welt verändert sich © Thinkstock

Mit den Emissionsminderungen, die von 185 Staaten zur Pariser Klimakonferenz eingereicht wurden, würde die globale Erwärmung um rund 3 Grad steigen. „Die Minderungslücke zum 1,5 Grad Limit ist enorm“, kommentiert Regine Günther, WWF-Klimapolitikexpertin. „Das Signal aus Paris heißt deshalb: Die Welt wird sich von Kohle, Öl und Gas beschleunigt verabschieden. Der Kohleausstieg in Deutschland steht wie auch in anderen Staaten mehr denn je auf der Tagesordnung“, so Günther weiter. Damit Klimaschutz gelingt, darf ab sofort kein Geld mehr in Infrastruktur für fossile Energien fließen. Gleichzeitig muss die Zerstörung von Wäldern und die Massentierhaltung gestoppt werden.

 

Was die Ergebnisse der 21. Klimakonferenz für die Wirtschaft bedeuten, fasst Johannes Erhard, Experte Politik & Klimaschutz des WWF, hier zusammen.


Empfohlene Weiterbildungsangebote für Unternehmen

Der WWF bietet Wirtschaftsvertretern gemeinsam mit Partnern verschiedenartige Weiterbildungsangebote an.

OnePlanetBusiness – Das Unternehmensprogramm des CSM und des WWF 

Der WWF Deutschland und das Center for Sustainability Management (CSM) der Universität Lüneburg haben ein Lehr- und Beratungsprogramm entwickelt, um Nachhaltigkeit systematisch in Unternehmen zu verankern. Das Programm richtet sich an mittelständische Unternehmen, die sich als „Neulinge bis Fortgeschrittene“ in dem Thema sehen.

KONTAKT

Alexander Liedke

Manager Sustainable Business + Markets

Tel.: (+49) 30 - 311 777 - 746

E-Mail: alexander.liedke(at)wwf.de

Online Webinar – “Science Based Target setting”  

Zu dem Thema „Science Target Setting“  – der Methode für Unternehmen, um 2°C kompatible Klimaziele zu entwickeln und zu überprüfen - lädt der WWF zu einem einstündigen, kostenfreien Online Webinar am 23.02.2016 um 11 Uhr ein. Nach einem Einblick in die Hintergründe und die Methodik werden die „Science Based Target“-Initiative vorgestellt und die Möglichkeiten erläutert, wie deutsche Firmen aktiv werden können.

  • Jetzt unverbindlich registrieren
  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Unterstützen Sie
den WWF
Unterstützen Sie
den WWF