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Stand: 12.04.2016

Krombacher startet Artenschutz-Projekt in Deutschland

Logo Krombacher Artenschutz Projekt © Krombacher Brauerei
Logo Krombacher Artenschutz Projekt © Krombacher Brauerei

Die Krombacher Brauerei startet vom 15. April an das Krombacher Artenschutz-Projekt zum Schutz bedrohter Tierarten in Deutschland. Mit der Aktion, die bis zum 15. Juli befristet ist, möchte Krombacher dazu beitragen, die Lebensbedingungen für bedrohte Arten in Deutschland deutlich zu verbessern. Dazu unterstützt die Brauerei auch drei Naturschutzprojekte vom WWF. Im Fokus stehen dabei Fischotter, Luchs und Schreiadler. Auch Projekte des NABU und der Deutschen Umwelthilfe werden unterstützt.

Der WWF Deutschland freut sich über die Unterstützung für alle Naturschutzprojekte. Denn von den Projekten vor Ort profitieren nicht nur Fischotter, Luchs, Schreiadler und Schwarzstorch, sondern auch viele weitere Arten im selben Lebensraum.

 

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) beklagt im Artenschutz-Report 2015 den dramatisch schlechten Zustand der biologischen Vielfalt in Deutschland. Über 30 Prozent aller Tier, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland sind gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht, sechs Prozent sind gar schon ausgestorben.

Krombacher unterstützt mit der Aktion zunächst sechs verschiedene Projekte in Deutschland: Das „Projekt Pfälzerwald  -  Starke Allianz für den Luchs“ (Partner: WWF und NABU), das „Projekt Godendorfer Mühlenbach - Mehr Lebensraum für den Otter“ (Partner: WWF), das „Projekt Deutschland - Sichere Gehwege für den Otter“ (Partner: Deutsche Umwelthilfe), das „Projekt nordwestliche Uckermark - Nahrungsflächen für den Schreiadler“ (Partner: WWF), das „Ueckermünder Heide - Nestschutz  für den Schreiadler“ (Partner: Deutsche Umwelthilfe, NABU) und das „Projekt Lapitz-Geveziner Wald - Mehr Gewässer für den Schwarzstorch“ (Partner: NABU).

Das sind die Projekte mit Beteiligung des WWF

Fischotter © Dr. Peter Wernicke / WWF

Projekt Godendorfer Mühlenbach - Mehr Lebensraum für den Otter“ (Partner: WWF)

Das rund 70 Quadratkilometer große Wassereinzugsgebiet des Godendorfer Mühlenbachs im südlichen Mecklenburg-Vorpommern (im Naturpark Feldberger Seenlandschaft) weist eine der größten Nachweisdichten von Fischottern in Norddeutschland auf. Ihr Bestand im Naturpark wird auf 30-70 Tiere geschätzt und er zieht hier seinen Nachwuchs auf. Aber in den bachnahen Auen des Godendorfer Mühlenbachs droht der Feuchtlebensraum von Fischotter und Biber verlorenzugehen.  Vorrangiges Ziel ist es nun, den Wasserstand in diesem Talabschnitt wieder anzuheben. Zur Umsetzung des Projektes muss eine wasserrechtliche Planung erstellt und wasserrückhaltende Maßnahmen eingerichtet werden. Je nach Geländestruktur entstehen dann wieder feuchte Erlenbrüche und Röhrichte, auch offene Wasserflächen. 

„Projekt nordwestliche Uckermark - Nahrungsflächen für den Schreiadler“ (Partner: WWF)

Der Schreiadler (Aquila pomarina) bleibt eines der größten Sorgenkinder des Naturschutzes. Trotz aller Schutzbemühungen in den vergangenen Jahren nimmt der Brutbestand in Deutschland weiter ab. Nur noch knapp 110 Paare des kleinen Adlers brüten in Deutschland, die meisten in Mecklenburg-Vorpommern, nur knapp 20 in Brandenburg.

Der Lebensraum der Schreiadler in der nordwestlichen Uckermark  ist gekennzeichnet durch ausgedehnte Laubwälder, offene Grünlandflächen und kleinere Moor- und Gewässer-Anteilen. Diese Landschaft ist sehr strukturreich. Der WWF besitzt hier bereits 340 ha zusammenhängende Flächen. Noch brütet hier ein Schreiadlerpaar ungestört und seit vielen Jahren erfolgreich. Wichtige große Nahrungsflächen für den Schreiadler in der nordwestlichen Uckermarck sollen jedoch verkauft werden. Nun will der WWF die wichtigen Nahrungsflächen für den Schreiadler erwerben und so dazu beitragen, den Schreiadler langfristig im Gebiet zu erhalten. Insgesamt kann der WWF 86 ha Flächen in mehreren Teilgebieten im Gebiet erwerben. In einem ersten Schritt sollen 20 ha strategisch wichtiger Grünlandflächen sofort erworben werden. Die zu erwerbende Fläche dient also der Erhaltung eines der letzten erfolgreich reproduzierenden Schreiadlerpaare und seines gesamten Lebensraumes. 

Luchs © Thinkstock
Luchs © Thinkstock

„Projekt Pfälzerwald  -  Starke Allianz für den Luchs“ (Partner: WWF und NABU)

In Deutschland wird der Luchs (Lynx lynx) in der nationalen Roten Liste als „stark gefährdet“ (Gefährdungsstufe 2) gelistet. Der Gesamtbestand in Deutschland wird auf lediglich 50 bis 70 Tiere geschätzt. Nun will eine Projektgruppe unter Beteiligung des WWF nach fast 250 Jahren dem Luchs durch Auswilderung wieder Lebensraum im Pfälzerwald geben. Bis zum Jahr 2018 sollen bis zu zwanzig Luchse aus den Karpaten und der Schweiz im Pfälzerwald eine neue Heimat finden. Denn der Pfälzerwald birgt als größtes zusammenhängendes Waldgebiet in Deutschland ausgezeichnete Lebensbedingungen für den Luchs. Hier könnten in Verbund mit den gesamten Vogesen (5.232 km²) bis zu 100 Luchse leben.

 

 

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