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Stand: 09.01.2017

Living Planet Report 2016

Der am 27. Oktober 2016 veröffentlichte Living Planet Report des WWF zeigt, dass die Menschheit 60 Prozent mehr an Ressourcen verbraucht, als die Erde bereithält. Die Auswirkungen dieses Raubbaus sind bereits heute spürbar: Dürren und extreme Wettereignisse, Hungersnöte oder Artensterben nehmen immer dramatischere Ausmaße an. Es müssen grundlegende Veränderungen eingeleitet werden, um dem globalen Burn-Out zu begegnen und die sozioökonomische Entwicklung von Umweltzerstörung abzukoppeln. 

Der Living Planet Report wird alle zwei Jahre vom WWF gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft London (ZSL) und dem Global Footprint Network (GFN) erstellt und misst die Veränderungen der weltweiten Biodiversität und des menschlichen Konsums. 

Die wesentlichen Ergebnisse des Living Planet Reports 2016:

  • Die Menschheit verbraucht jedes Jahr 60 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde innerhalb dieses Zeitraums regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Setzt sich diese Entwicklung ungebremst fort, sind 2030 zwei komplette Planeten nötig, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken.
  • Die Individuenzahl der für den Living Planet Index untersuchten 14.152 Populationen von Wirbeltieren hat sich seit 1970 um 58% reduziert.
  • Der Ökologische Fußabdruck hat sich in den vergangenen 50 Jahren verdoppelt.
  • Die Ökologischen Belastungsgrenzen sind bei vier der neun Prozesse bereits überschritten.


Eine nachhaltige Entwicklung, die notwendig ist, um diese Entwicklungen zu stoppen und wo möglich umzukehren, basiert auf einer Verknüpfung der wirtschaftlichen, der gesellschaftlichen und der ökologischen Dimension. Diese Dimensionen stehen in einer Wechselwirkung zueinander und erfordern daher eine integrierte Herangehensweise. Wirtschaftsmodelle, Unternehmensleitbilder und Verbraucherentscheidungen bedürfen in Zukunft eines Verständnisses dieser Zusammenhänge.

© WWF
Kluge Lösungen © WWFLupe

Lösungen aus der „One Planet“-Perspektive

Die auf diese Zusammenhänge und auf die gesamte Erde gerichtete Perspektive des WWF, die „One Planet“-Perspektive bedeutet für Unternehmen, ihre Tätigkeiten so auszurichten, dass sie aktiv zur ökologischen Gesundheit der Erde beitragen. Von geringfügigen Justierungen allein, bei denen bloß die Effizienz der Ressourcennutzung steigt oder die Umweltverschmutzung sinkt, sind keine hinreichenden Veränderungen zu erwarten. Ziel muss es vielmehr sein, eine Situation herbeizuführen, in der Nahrungsmittel, Energie und Wasser allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung stehen, die biologische Vielfalt erhalten bleibt und die Ökosysteme intakt und widerstandsfähig bleiben. Widerstandsfähige Ökosysteme können menschengemachte Störungen verkraften, ohne ihre Funktionen und Leistungen einzubüßen.

 

Der WWF beabsichtigt in 2017 einen strategischen Dialog mit Unternehmen zu beginnen, um den Beitrag einer „One Planet“-Perspektive für die Lösung der globalen Herausforderungen, die der Living Planet Report adressiert, zu diskutieren. 

Sind Sie und Ihr Unternehmen an der Teilnahme an diesem strategischen Dialog interessiert? Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen!

Kontakt

Andrea Dreifke-Pieper

WWF Deutschland

Director Sustainable Business and Markets

Reinhardtstraße 18

10117 Berlin

E-Mail schreiben

Stefan Haensel

PANDA Fördergesellschaft für Umwelt mbH

Geschäftsführer

Kaiserstr. 70

60329 Frankfurt
Tel: +49 (0)69/79144-307

E-Mail schreiben

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