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Zwischenhoch in Heiligendamm

08. Juni 2007

G8 einigen sich auf Kompromiss zum Klimaschutz • WWF erkennt Fortschritte an und warnt vor Euphorie

 

Die Einigung der G8-Staaten auf einen Kompromiss zum Klimaschutz ist für den WWF ein Lichtblick. „Kanzlerin Angela Merkel hat zweifellos gute Überzeugungsarbeit geleistet“, erkennt Eberhard Brandes, Geschäftsführer des WWF Deutschland, an. Insbesondere die Fortsetzung der internationalen Klimaverhandlungen unter dem Dach der UN sei ein großer Fortschritt. Die Verhandlungen über den Klimaschutz nach 2012 sollen in diesem Jahr starten und bis 2009 abgeschlossen werden. Durch das konkrete Datum für den Abschluss der Verhandlungen bekomme der Prozess mehr Verbindlichkeit.

 

„Was der Kompromiss von Heiligendamm wert ist, wird sich spätestens beim nächsten Klimagipfel auf Bali zeigen“, so Eberhard Brandes. Die Regierungschefs haben sich auf dem G8-Gipfel dem Ziel, den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2050 zu halbieren, zumindest angenähert. „Leider konnte man sich nicht auf das Basisjahr 1990 festlegen“, kritisiert der WWF. Hier müsse noch nachgebessert werden. Auch gab es keine verbindliche Zusage, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen unter zwei Grad zu begrenzen.

 

Es sei überdies zu begrüßen, dass die Führungsrolle der Industrieländer beim Klimaschutz festgeschrieben wurde.

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