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Nord-Amazonas-Korridor: Regenwaldschutz über Grenzen hinweg

Amazonien ist die größte noch verbliebene Regenwaldregion unserer Erde, außerordentlich artenreich und entscheidend für das Weltklima. Eine wichtige Lebensader des gesamten Amazonas-Ökosystems liegt im Grenzgebiet zwischen Ecuador, Kolumbien und Peru. Die nördliche Amazonasregion ist nicht nur Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Auch die Existenz vieler indigener Gruppen hängt von einem intakten Wald ab. Entschlossener denn je setzen wir uns gegen die rücksichtlose Abholzung und Zerstörung dieses wertvollen Öko-Paradieses ein.

Auf einen Blick: Nord-Amazonas-Korridor

Eine gesunde Nord-Amazonas-Region bestimmt das ökologische Gleichgewicht des gesamten Amazonas-Gebietes. Flora und Fauna sind besonders vielfältig; viele Pflanzen und Tiere gibt es nur hier gibt.

  • Lage: Zur Region gehören große Teile des kolumbianischen, ecuadorianischen und peruanischen Amazonas.

  • Fläche: Die Region umfasst fast  20 Millionen Hektar

  • Lebensraum: In den Schutzgebieten leben 674 Vogelarten, 158 Reptilien, 212 Säugetiere, 753 Fischarten und 6.294 Pflanzenarten. Sie sind u.a. Lebensraum der bedrohten Flussdelfine und der Jaguare.

  • Mission: Bis zum Jahr 2023 wollen wir zehn Millionen Hektar Wald, Flüsse und Süßwasserbereiche schützen – ein Korridor an Schutzgebieten und Indigenen Territorien zum Stopp einer der größten Entwaldungsfronten der Welt.

Einzigartige Artenvielfalt vom Raubbau bedroht

Doch diese einzigartige Vielfalt an Arten und Kulturen ist bedroht. Mit der zunehmenden Besiedlung leidet die Natur unter einem rücksichtlosen Raubbau. Jahr für Jahr werden riesige Waldgebiete für Acker- und Weideflächen abgeholzt. Goldgewinnung und Erdölförderung verschmutzen Gewässer. Straßen werden teils durch weitgehend unberührten Regenwald geschlagen, Flüsse zu Wasserstraßen ausgebaut. Die Folgen für Natur und Klima spüren wir alle längst.

Acht Nebenflüsse des Amazonas entspringen im Grenzgebiet von Kolumbien, Ecuador und Peru. Sie halten den mächtigen Strom und damit das gesamte Amazonas-Gebiet im Gleichgewicht. Hier jagen noch Jaguar, Riesenotter, Kaimane und die bedrohten Flussdelfine. So manche Tier- und Pflanzenart ist bis heute unerforscht. Flüsse und Wälder sind zugleich Heimat von vielen tausend Menschen, darunter zahlreiche indigene Gruppen, die teils in freiwilliger Isolation leben.

Auftrag: Wald

So schützen wir den Nord-Amazonas-Korridor

Der Raubbau hat den Regenwäldern Kolumbiens, Ecuadors und Perus bereits großen Schaden zugefügt. Um ihren natürlichen Schatz zu bewahren, haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2023 rund zehn Millionen Hektar Wald zu schützen. Die Gefahren sind komplex. Nationale Lösungen allein reichen dafür nicht. Im Nord-Amazonas-Korridor arbeiten wir deshalb grenzübergreifend.

 

Neben politischer Überzeugungsarbeit sowie der Ausweisung und dem Erhalt von Schutzgebieten und Indigenen Territorien steht die Arbeit mit der lokalen Bevölkerung im Fokus. Wir machen den Menschen vor Ort die Bedrohung bewusst und zeigen, wie sie die biologische Vielfalt bewahren und nutzen können. Gemeinsam entwickeln wir umweltfreundliche, nachhaltige Einkommensquellen für Kleinbauern und Ureinwohner.

Helfen Sie mit, die Wälder unserer Welt zu bewahren!

10 Euro monatlich

Putumayo © Roberto Maldonado / WWF

fördern die Ausweisung und den Erhalt von Schutzgebieten und Indigenen Territorien.

15 Euro monatlich

Flussdelfine in Not © Adriano Gambarini / WWF Brasilien

ermöglichen für 1 Jahr das Monitoring von Flussdelfinen und Jaguaren sowie deren Beutetieren per Fotofallen und Satellitensendern.

30 Euro monatlich

finanzieren das Training für Gemeindevertreter und Indigene Anführer zur Verteidigung ihres Landes und ihrer Rechte.

Mehr erfahren

Roberto Maldonado

Referent Südamerika

>>E-Mail schreiben

   
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