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Stand: 03.08.2018

Das Rätsel der verschwundenen Pinguine

Die größte Königspinguin-Kolonie, die sich auf der Ilê aux Cochons befand, schrumpfte um fast 90 Prozent. © picture alliance / Henry Weimerskirch (li) und Peter Ryan (li) / Universite de la Rochelle / dpa
Die größte Königspinguin-Kolonie, die sich auf der Ilê aux Cochons befand, schrumpfte um fast 90 Prozent. © picture alliance / Henry Weimerskirch (li) und Peter Ryan (li) / Universite de la Rochelle / dpa

Kaum vorstellbare zwei Millionen Königspinguine lebten schätzungsweise auf der Île aux Cochons im südlichen Indischen Ozean – das war vor 30 Jahren, als zum bisher letzten Mal Wissenschaftler dort intensiv forschten. Es war die größte Kolonie dieser Art. Und sie scheint Vergangenheit zu sein. Aufnahmen per Satellit und Hubschrauber zeigen, dass fast 90 Prozent der Pinguine verschwunden sind. Viele Brutplätze sind verlassen, vielleicht gibt es noch 200.000 Tiere.

Die Wissenschaft steht vor einem Rätsel. Fressen von Schiffen eingeschleppte Nager oder Katzen die Eier und Küken? Hat eine Seuche wie etwa die Geflügelcholera die Kolonie heimgesucht? Oder sind es das sich im Klimawandel erwärmende Meer und starke El-Niño-Ereignisse, die die Lebensbedingungen für die Pinguine massiv verschlechtern? Oder alles zusammen oder etwas ganz anderes? 2019 soll eine neue Expedition Auskunft geben.

 

Streberwissen: Königspinguine sind nach den Kaiserpinguinen die zweitgrößte Pinguinart der Erde, vom Scheitel bis zur Sohle messen sie immerhin fast einen Meter. Das ist allerdings eher winzig im Vergleich zu dem Riesenpinguin Anthropornis nordenskjoldi, der vor 45-33 Millionen Jahren lebte. Dieser wurde wahrscheinlich bis zu 1,80 Meter groß und wog bis zu 90 Kilogramm.

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