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Stand: 07.09.2018

Eisbergabschlepper

Die Firma Polewater will dem Trinkwassermangel auf der Welt mit Tafeleisbergen entgegenwirken. © Polewater
Die Firma Polewater will dem Trinkwassermangel auf der Welt mit Tafeleisbergen entgegenwirken. © Polewater

Eisberge bestehen aus Süßwasser, Unmengen davon. Und die Eisberge lösen sich langsam im Meer auf, wenn sie abreißen und in wärmere Gefilde driften. Schade um das gute Wasser, das anderswo dringend gebraucht wird.

Die Berliner Firma Polewater möchte daher Eisberge die nördlich der Antarktis treiben, nach Südafrika umlenken. Mithilfe von Satellitentechnik zur Ortung, starken Schiffen und günstigen Meeresströmungen. Aus den bis zu 400 Millionen Tonnen schwere Eisbergen könnte dann Trinkwasser gewonnen werden – günstiger als durch Meerwasserentsalzungsanlagen, wie man bei Polewater vorrechnet.

Ideen wie diese gab es schon einige. Technisch scheinen sie auch umsetzbar. Das Problem all dieser Ansätze: „Nicht gerade günstig, nicht gerade nachhaltig“, sagt WWF Wasserfachmann Johannes Schmiester. „Es wäre deutlich besser für unsere Zukunft, wenn wir verantwortungsbewusst mit den Wassersystemen vor unserer Haustür umgehen würden.“

 

Streberwissen: Der Weltwasserverbrauch wird sich nach Berechnungen der OECD bis 2050 nahezu verdoppeln. Schon heute haben zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser.

 

 

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