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Stand: 15.02.2018

Fertignester für den Albatross - es funktioniert

Albatrossküken sind in den Fertignestern der Weißkappenalbatrosse geschlüpft. © Matthew Newton / WWF-Aus
Albatrossküken sind in den Fertignestern der Weißkappenalbatrosse geschlüpft. © Matthew Newton / WWF-Aus

Es sind Dutzende flauschige Albatrossküken, die in ihren Nestern sitzen. Es sind ganz besondere Nester: Sie sind von Menschen gebaut. Ein innovativer Plan scheint aufzugehen.

 

Über hundert dieser Nester wurden im Juli 2017 vom WWF Australien und einer Reihe von Partnern auf die Albatross-Insel vor der Küste Tasmaniens eingeflogen – als Versuchsprojekt, um den Bruterfolg der Weißkappenalbatrosse zu erhöhen.

 

Die Vögel finden auf der Insel einfach zu wenig Baumaterial für ihre Nester. Die aus Materialnot schlechter gebauten Nester führen direkt zu weniger überlebenden Küken. Die Nester wurden genau dort hingesetzt, wo der Bruterfolg der Albatrosse niedrig ist. Im September legen Albatrosse ein einziges Ei. Eine erneute Expedition zu den Inseln zeigte jetzt: Der Bruterfolg in den künstlichen Nestern liegt um 20 Prozent höher. Die Idee mit den künstlichen Nestern funktioniert.

Natürlich sind es noch viele Monate, bevor die Küken selbst als stolze Albatrosse davonsegeln. Monate, in denen im rauen Klima hier viel passieren kann. Aber es ist ein vielversprechender Anfang.

Streberwissen: Die Weißkappenalbatrosse sind endemisch, das heißt sie kommen nur hier vor: Auf Albatross Island, Pedra Branca and Mewstone vor. Ihre Population leiden vor allem unter dem Klimawandel. Forscher vermuten, dass sie durch die schnell steigende Meerestemperatur weniger Fisch fangen können.

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