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Stand: 20.06.2019

Im Land der 30 Hügel: Rettung für Orang-Utans

Der Biologe Muhammad Arifin trägt ein Orang-Utan-Weibchen in den Regenwald © Neil Ever Osborne / WWF-US
Der Biologe Muhammad Arifin trägt ein Orang-Utan-Weibchen in den Regenwald © Neil Ever Osborne / WWF-US

Der Biologe Muhammad Arifin trägt ein Orang-Utan-Weibchen in den Regenwald. Willy, so heißt die Affendame, lebt im Rehabilitationszentrum für illegal gefangene Orang-Utans im Osten der indonesischen Insel Sumatra. Bukit Tigapuluh – Land der 30 Hügel – heißt die Region und ist einer der wenigen verbleibenden Flecken der Erde, wo Elefanten, Tiger und Orang-Utans zusammenleben. Das Rehabilitationszentrum wird von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) betrieben. Hier lernen Affen aus Gefangenschaft, auf Bäume zu klettern, Nester zum Schlafen zu bauen und von wilden Früchten und Pflanzen zu leben. "Die Orang-Utans sind wunderschön", sagt Biologe Muhammad Arifin. "Jeder ist ein Individuum mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit." 180 Tiere konnten in Bukit Tigapuluh bereits erfolgreich ausgewildert werden.

Streberwissen: Orang-Utans brauchen einen relativ großen Lebensraum, idealerweise Tiefland-Regenwald. Den finden sie am Fuße des sehr hügeligen Bukit Tigapuluh Nationalparks. Doch schon lange vernichten Kautschuk- und Palmölplantagen, Papierindustrie und Kohletagebau Sumatras Regenwälder und dringen immer weiter vor. Auch in die Tieflandregenwälder rund um den Nationalpark im Land der 30 Hügel. Mit einem Kniff gelang es dem WWF, hier gegen eine Konzession zur Abholzung vorzugehen: Gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt gründete der WWF 2015 eine Firma, die selbst eine Konzession beantragte – zur Wiederherstellung des Ökosystems.  Die große Zellstoff- und Papierfirma Asia Pulp & Paper (APP) verlor das Rennen um die begehrte Waldfläche und kann sie nun nicht für Faserholzplantagen roden.

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