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Stand: 06.06.2019

Neues aus dem Bambuswald

Weißer Panda im Wolong National Nature Reserve © AFP PHOTO / WOLONG NATIONAL NATURE RESERVE
Weißer Panda im Wolong National Nature Reserve

Es war definitiv kein Eisbär, der in einem Bambuswald in der chinesischen Provinz Sichuan in eine Fotofalle tappte. Stattdessen handelt es sich um einen etwa zwei Jahre alten Panda in Weiß. Das Tier ist der Beweis, dass Albinismus nicht nur bei Kaninchen, Gorillas, Orcas und Menschen, sondern auch bei Pandas vorkommen kann. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings je nach Art sehr unterschiedlich. Während bei Ratten und Wildschweinen öfter mal Tiere in einer hellen Variante geboren werden, ist der Panda aus Sichuan wohl das einzige bekannte weiße Exemplar seiner Art. Die Färbung geht auf einen Gendefekt zurück, der die Bildung des Farbstoffes Melanin stört. Dadurch sind Haut, Haare oder Fell bei Albinos besonders hell. Bei Riesenpandas gibt es noch weitere Farbvarianten. Die sogenannten Qin Ling-Pandas aus dem gleichnamigen Gebirge sind an ihrer bräunlichen statt schwarzen Fellfärbung zu erkennen.


Streberwissen: Vielleicht ist ja doch was dran: Einer alten chinesischen Legende nach waren Pandas früher weiß. Der Grund für die schwarzen Flecken geht demnach auf die tragische Liebesgeschichte eines Panda-Pärchens zurück. Als einer starb, wälzte sich der andere in der Asches des Verstorbenen und schlug vor Trauer und Verzweiflung auf den Boden. Anschließend trocknete er sich mit den aschegefärbten schwarzen Tatzen die Tränen, und seine Nachfahren waren fortan gefleckt.

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