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Stand: 18.06.2018

Schwarzes Loch am Brandenburger Tor

Der eindrucksvolle 3D-Tagebau auf dem Pariser Platz in Berlin zeigt deutlich, warum Deutschland endlich kohlefrei werden muss. © Streetart Fredda Wouters, Foto Daniel Seiffert/WWF
Dieser 3D-Tagebau vor dem Brandenburger Tor zeigt deutlich, dass es endlich weitergehen muss beim Klimaschutz.Der eindrucksvolle 3D-Tagebau auf dem Pariser Platz in Berlin zeigt deutlich, warum Deutschland endlich kohlefrei werden muss.

Deutschland hat ein Kohleproblem – wie es ein großflächiges 3D-Tagebauloch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor eindrücklich zeigt. Ein deutlicher Appell, dass es endlich weitergehen muss beim Klimaschutz.  Denn für Deutschland wird es ungemütlich: Vor dem internationalen Publikum beim Petersberger Klimadialog steht der einstige Klimavorreiter mit leeren Händen da. Das Zögern beim Kohleausstieg wird international deutlich wahrgenommen. Mit dem Tagebauchloch in unmittelbarer Nähe zum Tagungsort legt der WWF den Finger in die Wunde.

 

Bei dem Treffen in Berlin steht die Vorbereitung der Klimakonferenz im polnischen Katowice im Dezember im Vordergrund. Im Moment reichen die Klimaschutzmaßnahmen noch nicht aus, um die Ziele von Paris auch einhalten zu können, Deutschland verpasst sein Ziel um acht  Prozent. 

 

EU-weit geht ein Drittel der Treibhausgasemissionen auf das Konto von Deutschland und Frankreich. Ziehen die beiden Länder aber beim Klimaschutz und der Energiewende an einem Strang, können sie Europa in die richtige Richtung bewegen. Der WWF übergibt am Montag seine Forderungen in Berlin an Bundesumweltministerin Svenja Schulze, beim Petersberger Klimadialog und einen Tag vor dem deutsch-französischen Kabinettstreffen.

 

Streberwissen: Deutschland verbrennt mehr Braunkohle als jedes andere Land der Welt. Vier der fünf Kraftwerke mit dem höchsten CO2-Ausstoß der EU stehen in Deutschland. Und auch der größte Braunkohle Tagebau Europas liegt in Deutschland: 30 Kilometer nordwestlich von Köln klafft eine 85 Quadratkilometer großes Loch, bis zu 250 Meter tief. 

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