Die Zahl der Löwen hat sich innerhalb der letzten 30 Jahre um fast die Hälfte verringert. Wird der Lebensraum der Großkatze weiter zerstört, wird der Bestand in den nächsten zwei Jahrzehnten noch einmal halbiert. Allerhöchste Zeit also, ein Leben im Einklang zwischen Mensch und Tier zu gestalten. Eine große Hilfe sind hier die mobilen Zäune. Sie schützen zum einen die Nutztiere, sorgen aber auch für bis zu viermal höhere Ernten. Denn nachts stehen die Kühe geschützt in der Umzäunung und machen den Boden fruchtbar.

Problem: Löwen haben zuwenig Platz

Der Lebensraum der Löwen schrumpft und schrumpft. Etwa 80 Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes sind heute verschwunden. Wo früher Löwen ungestört umherstreifen konnten, wohnen jetzt Bauern. Zwar gibt es Schutzgebiete, doch diese sind oft weit voneinander entfernt und nicht miteinander verbunden.

Lösung: Der WWF kämpft für die Vernetzung der Schutzgebiete

Junge Löwen © Shutterstock / Theodore Mattas / WWF-Sweden
Junge Löwen © Shutterstock / Theodore Mattas / WWF-Sweden

Weil Löwenrudel viel Platz benötigen, um genügend Beute zu finden, ist ein einzelnes Schutzgebiet oft zu klein. Darum setzt sich der WWF gezielt für Korridore zwischen den einzelnen Reservaten ein: Die Löwenpopulationen können sich dann mischen und bleiben vital. Genau dieses Ziel verfolgt der WWF in KAZA, dem größten grenzüberschreitenden Schutzgebiets-Netzwerk an Land. Es umfasst unter anderem 21 Schutzgebiete in fünf Ländern: Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe.

Problem: Löwen machen sich Bauern zu Feinden

Weil den Löwen der Boden unter den Tatzen weggenommen wird, kommen sie zwangsläufig in die Nähe von Siedlungen, wo sie Nutztiere reißen. Die Bauern wiederum, die um ihre Existenz fürchten, greifen dann zur Selbsthilfe, sprich: zum Gewehr oder zu Gift.

Lösung: Der WWF rettet mit mobilen Zäunen Rinder. Und damit die Löwen

Einfach, aber effizient: Mobile, blickdichte Zäune sind schnell aufgebaut und schützen das Vieh der Bauern effektiv. Zieht die Rinderherde nach ein paar Tagen weiter, „wandert“ der mobile Zaun ganz einfach mit. Der Clou dabei ist: Kein Löwe springt über ein Hindernis, wenn er nicht sehen kann, was dahinter ist. Wie effektiv diese Maßnahme ist, zeigt uns die Erfahrung aus Namibia. Dort hat der WWF im vergangenen Jahr 20 mobile Zäune finanziert, 800 Rinder wurden so geschützt, kein einziges Tier fiel den Löwen zum Opfer! Darum werden wir diese erfolgreiche Methode jetzt im ganzen KAZA-Gebiet anwenden.

Ein Tag im Leben einer Löwen-Mutter

Löwen leben in einem lockeren Verband, der aus mehreren verwandten Weibchen, ihren Jungen und ein paar wenigen Männchen besteht. Sie bewohnen ein festes Revier, dessen Ausmaß vom Vorkommen der Beutetiere abhängt. Während die Männchen vor allem das Revier verteidigen, sind die Weibchen für die Jagd zuständig.

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