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Stand: 21.05.2019

11. Juni: Internationaler Tag des Luchses

Der Luchs kehrt in unsere Wälder zurück. Etwa 85 erwachsene Tiere leben derzeit in Deutschland. Ob sie sich in den für sie passenden Lebensräumen erfolgreich wieder ansiedeln, hängt von der Akzeptanz der Menschen ab. Mit dem Internationalen Tag des Luchses, der in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet, zeigt der WWF gemeinsam mit vielen Partnern, was die größte heimische Katze so faszinierend macht und wo sie lebt.

Luchs mit Nachwuchs © Staffan Widstrand
Luchs mit Nachwuchs © Staffan Widstrand

Der Tag des Luchses ist eine gemeinschaftliche Initiative des grenzübergreifenden Luchsprojektes 3Lynx und wurde 2018 vom WWF ins Leben gerufen. In Deutschland, Tschechien, Österreich, Italien und Slowenien veranstalten die Projektpartner und einige Naturschutzorganisationen öffentliche Veranstaltungen und Aktionen zu dieser bedrohten Tierart. Jahr für Jahr sollen sich weitere Länder anschließen, um gemeinsam auf die streng geschützte, größte Katze in unseren Wäldern aufmerksam zu machen.

2019 finden wieder zahlreiche Aktionen rund um den 11. Juni statt – von Ausstellung, Infoveranstaltungen für Schulklassen, Spaziergängen auf den Spuren des Luchses über Veranstaltungen für Familien – wir freuen uns über Besuch!

Aktionstag für den Luchs

Aktionstage haben im Natur- und Umweltschutz besondere Relevanz. Es sind Tage, an denen Organisationen auf bestimmte Themen aufmerksam machen. So auch der Tag des Luchses. An diesem Tag wollen wir das Bewusstsein für eine faszinierende Art schärfen, die in unseren Wäldern lebt, die wir aber nur selten zu Gesicht bekommen. Denn nur wenn Politik und Menschen sensibilisiert sind, können wir dem Luchs in Deutschland dauerhaft eine Heimat bieten.

Der „Lynx Day“ fällt in etwa mit der Geburt der Jungluchse im Juni zusammen. Wenn in der Natur alles wieder grünt, wird auch neu gezählt: Erst zu diesem Zeitpunkt zeigt sich, wie viele der halbwüchsigen Tiere aus dem vergangenen Jahr überlebt und eigene Reviere gegründet haben.

Luchse in Deutschland

Luchsfamilie im Bayerischen Wald © Fritz Pölking / WWF
Luchsfamilie im Bayerischen Wald © Fritz Pölking / WWF

Immer wieder sterben Jungtiere innerhalb der ersten Lebensjahre, weshalb erwachsene Luchse und bei der Mutter lebende Jungtiere gesondert betrachtet werden. Die häufigsten unnatürlichen Todesursachen von Luchsen sind illegale Tötungen und Verkehrsunfälle.

 

Luchse sind territoriale Einzelgänger und bewohnen Reviere, die bis zu 400 Quadratkilometer groß sind. Neue Lebensräume suchen sie sich meist in der Nähe anderer Artgenossen – dort, wo es ausreichend zusammenhängende Waldflächen gibt. In Deutschland sind Luchse derzeit im Harz, in Baden-Württemberg sowie in der bayerisch-böhmisch-österreichischen Grenzregion zu Hause. Seit 2016 arbeitet der WWF daran, Luchse auch im Pfälzerwald wieder anzusiedeln.

Ein europaweiter Ansatz

Luchse wandern über weite Strecken und brauchen zusammenhängende Wälder, um zu überleben. Viele Luchse überschreiten regelmäßig die Landesgrenzen und das Heimatgebiet der verschiedenen Populationen umfasst oft verschiedene Länder. Um den Luchs effektiv zu schützen, ist ein europäischer Ansatz notwendig: auf wissenschaftlicher Ebene ebenso wie auf politischer Ebene und in der Öffentlichkeit.

 

 

KONTAKT

Markus Schwaiger

Projektkoordinator Luchs Bayern

Tel.: 09924-9431890

markus.schwaiger(at)wwf.de

Logo Interreg Central Europe - 3Lynx

HELFEN SIE DEN LUCHSEN

Mit einer Patenschaft ab 15 Euro pro Monat begleiten und unterstützen Sie uns dabei, dass der Luchs in Deutschland wieder eine sichere Heimat findet.

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