Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt und zeichnet sich durch eine einzigartige Artenvielfalt aus. Neben Säugetieren wie Orang-Utans leben hier auch hunderte Vogel-, Amphibien- und Fischarten. Der Wald auf Borneo gehört zu den wichtigsten Regenwaldgebieten der Erde, doch in den letzten Jahrzehnten ist die Entwaldung immer weiter vorangeschritten.

Gründung der Kleinbauern Kooperative „Mitra Bersama“ / © M. Aldi Khatami
Gründung der Kleinbauern Kooperative „Mitra Bersama“ / © M. Aldi Khatami

Großindustrien aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft, aber auch Kleinbauern roden Naturwald, um neue Palmölplantagen anzulegen, weswegen die Region für den WWF ein stark priorisiertes Gebiet für Naturschutz ist.

In West Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo, setzen der WWF und Beiersdorf seit 2018 gemeinsam ein Projekt mit Kleinbauern um. Die Ziele des Projekts sind: 

  • Verhinderung der weiteren Entwaldung
  • Förderung des Anbaus von nachhaltigem Palmöl
  • Verbesserung des Lebensstandards der Kleinbauern und ihrer Familien 

Um die genannten Ziele zu erreichen, soll das Bewusstsein für den nachhaltigen Anbau von Palmöl bei Kleinbauern sowie in Gemeinden, lokalen Behörden und Unternehmen erhöht werden. Die Kleinbauern werden dabei unterstützt, ihre Palmölplantagen professioneller und nachhaltiger zu bewirtschaften, um zukünftig gemäß des ISPO Standard (indonesischer Standard für Palmöl) und später auch dem RSPO Standard (globaler Standard für nachhaltigeres Palmöl) zertifiziert werden zu können. Im Rahmen des Projekts werden z. B. Trainings vor Ort durchgeführt, um den institutionellen Aufbau von Kleinbauern-Verbänden sowie nachhaltige Bewirtschaftungspraktiken zu fördern. 

Darüber hinaus werden die Kleinbauern dabei unterstützt, Zugang zu qualitativ hochwertigen Setzlingen zu erhalten und es werden Kontakte zu Vertretern der lokalen Palmöl-Mühlen hergestellt, um einen besseren Marktzugang zu realisieren.

Unterstützung der Gemeinden vor Ort

Training mit Frauengruppe Tuah Menua © Alfeus Krispinus
Training mit Frauengruppe Tuah Menua © Alfeus Krispinus

Zudem ist es WWF und Beiersdorf ein Anliegen, die lokalen Gemeinden zu stärken. Beispielsweise soll der Zugang zu sauberem Trinkwasser gesichert und weitere Einkommensquellen, die nicht vom Wald abhängen, für die Bevölkerung vor Ort erschlossen werden. So wird im Rahmen des Projekts z.B. eine Frauengruppe, die Kunsthandwerk herstellt, durch Trainings unterstützt. Eine Gruppe von Kleinbauern lernt in Schulungen, wie sie Kautschuk nachhaltig anbauen und ihre Erträge gemeinsam vermarkten können. Die Verbesserung der Trinkwasserversorgung wird ergänzt durch ein „Green School“-Konzept, das die Bedeutung von sauberem Trinkwasser für die Gesundheit sowie Umweltbildung an Schulen verankert.

Der WWF und die Beiersdorf AG arbeiten gemeinsam daran sowohl die Kleinbauern als auch die Natur in Indonesien zu schützen.

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