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Stand: 11.09.2018

WWF im Selous – Nachhaltige Entwicklung in Gemeindeschutzgebieten

Update September 2018: Neue Ausrüstung für 200 Ranger im Selous

Im August 2018 hat der WWF Ausrüstung im Wert von über 40.000 Euro für die Wildhüter im Selous-Schutzgebiet übergeben. Es handelt sich um die Grundausstattung für 200 Ranger und soll helfen, die Wilderei in der Region endlich zu stoppen. „Die Ranger sollen ihre Patrouillen so effektiv und effizient wie möglich durchführen können. Die Ausrüstung ist außerdem eine wichtige Motivation, weiterhin so gute Arbeit zu leisten.“ In seiner Rede lobte Amani Ngusaru vom WWF Tansania die Wildhüter für ihren enormen Einsatz zum Schutz der natürlichen Ressourcen und der Wildtiere, insbesondere der Elefanten: Obwohl die Elefantenwilderei in Tansania immer noch eine große Herausforderung darstellt, wurden in den letzten 18 Monaten weniger Fälle aus dem Wildreservat gemeldet.

Um Selous zu bewahren, engagiert sich der WWF für den effektiven Schutz im Selous Schutzgebiet und in den Gemeindeschutzgebieten, die als wichtige Pufferzonen und Wanderkorridore für die Tiere dienen.

 

Im Rahmen des "Selous Ecosystem Conservation Area and Development Programms (SECAD)" arbeiten viele Organisationen zusammen, damit die riesige Fläche von Selous geschützt und nachhaltig entwickelt werden kann. Gemeinsam mit dem Tansanischen Ministry of Natural Resources and Tourism (MNRT), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und dem Chief Warden des Selous Schutzgebietes hat der WWF Ziele und Aktivitäten entwickelt, die zum Erhalt des Selous als Ökosystem, Schutzgebiet und Weltnaturerbe beitragen sollen. Das langjährige Engagement der deutschen Entwicklungshilfe durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) tritt damit in die nächste Phase. Der WWF wird hierbei insbesondere die mit der GIZ und der lokalen Bevölkerung aufgebauten „Wildlife Management Areas “ im Umfeld des Selous Game Reserve intensiv betreuen.

 

Die ersten kleinen Erfolge gibt es schon. Seit die Regierung Tansanias mit ihren Partnern 2013 den Kampf mit der Wilderei aufgenommen hat, konnten Drahtzieher der kriminellen Netzwerke und Wilderer festgenommen werden. So stieg die Anzahl der Elefanten erstmals wieder leicht von etwa 13.000 Tieren in 2013 auf ca. 15.000 Tiere in 2015.

Eine der Hauptaufgaben des WWF im SECAD Programm ist es, den Wildtierkorridor zwischen dem Selous Schutzgebiet und dem Niassa Schutzgebiet in Mozambique  zu verbessern. Zusätzlich zu den fünf bereits bestehenden Gemeindeschutzgebieten (Wildlife management Areas, WMAs) in der SGR-Pufferzone sind zwei weitere geplant, die u.a. der Umsetzung dieses Vorhabens dienen sollen. 

 

Weitere konkrete Aktivitäten des WWF:

  • Ausbildung und Ausrüstung der Village Game Scouts
  • Unterstützung gemeinsamer Patrouillen der Verwaltungsbezirke, Village Game Scouts, Ranger im Selous Schutzgebiet und der Anti-Wilderei Einheit aus Songea
  • Unterstützung des Selous Schutzgebietes durch das WWF Projektbüro in Tunduru
  • Beratung des Selous Schutzgebietes durch ansässige WWF Mitarbeiter
  • Etablierung und Verbesserung der Kommunikation zwischen der lokalen Bevölkerung und dem Selous Schutzgebietes
  • Informations- und Bildungsmaßnahmen zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen
  • Entwicklung von Einkommensalternativen, Unterstützung der Selbstverwaltung und des Ressourcenschutzes der Kommunen in den Gemeindeschutzgebieten
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