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Stand: 12.12.2018

Phantastische Wesen: Neue Mekong-Arten 2017

Skywalker in Gefahr! Der Skywalker Hoolock Gibbon ist eine von 157 neuen Arten, die in nur einem Jahr in der Mekong-Region entdeckt wurden. Nirgendwo in Asien gibt es eine größere Artenvielfalt als in und um den Mekong, die „Mutter aller Wasser“. In den letzten 20 Jahren wurden hier 2.681 neue Arten gefunden. Doch massive Lebensraumzerstörung, riesige Wasserkraftanlagen und Wilderei im großen Stil gefährden die faszinierende Region. „Der neu entdeckte Gibbon namens „Skywalker“ ist eine der 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Und daran ist kein Imperium Schuld, sondern wir“, sagt Dr. Stefan Ziegler, Mekong-Experte beim WWF Deutschland.


Neben dem Gibbon wurden in der Region im letzten Jahr einige phantastische Exoten entdeckt – etwa ein Gecko mit Rennstreifen und eine Bergkröte, die an einen Ork erinnert. Sie alle beschreibt der WWF-Report „New Species on the Block“, der die Entdeckungen hunderter Wissenschaftler zusammenträgt.

Ein paar der interessantesten Funde zeigt unsere Fotostrecke:

Neue Mekong-Arten 2017

Kaum gefunden, schon wieder verschwunden?

Insgesamt entdeckten Wissenschaftler im vergangenen Jahr drei verschiedene Säugetiere, 23 Fische, 14 Amphibien, 26 Reptilien und 91 neue Pflanzen in Laos, Vietnam, Thailand, Myanmar und Kambodscha. „In der Mekong-Region gibt es vermutlich unzählige weitere Arten, die die Wissenschaft nicht kennt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Wenn wir ihn verlieren, verschwinden Tiere und Pflanzen, von deren Existenz die Menschheit nicht einmal wusste“, so WWF-Experte Dr. Stefan Ziegler. Die biologisch wertvollen Gebiete am Mekong müssen grenzüberschreitend und dauerhaft geschützt werden, damit auch in den nächsten Jahren so urige und einmalige Tiere entdeckt werden können wie der Skywalker-Gibbon oder die Elben-Kröte.

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