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Der Orinoco - Auen, Weiden und Feuchtsavannen

Feuchtsavanne im Orinoco-Gebiet © Jorge Garcia / WWF
Feuchtsavanne im Orinoco-Gebiet © Jorge Garcia / WWF

Der Orinoco ist der zweitwasserreichste Fluss des südamerikanischen Kontinents. Der Großteil der Llaneros, wie die Bewohner der Feuchtsavanne bezeichnet werden, lebt auf der Grundlage der Landwirtschaft.

Die Llanero-Kultur ist geprägt von einer sehr tiefen Beziehung zwischen den Menschen und ihrem Lebensraum. Die meisten Bewohner generieren hier, was sie zum Leben benötigen. Während gerade die Viehwirtschaft den zweifelhaften Ruf genießt, einer der schlimmsten Klimakiller zu sein, kann die  traditionelle Viehzucht in der Orinoco-Region durchaus dazu beitragen, dieses Ökosystem zu bewahren. Denn während in vielen Regionen, wertvolle Waldflächen gerodet und zu Weiden umgewandelt werden, bietet die Feuchtsavanne beste natürliche Möglichkeiten zur nachhaltigen Viehwirtschaft.

Südamerikas fruchtbarer Norden: Die Orinoco-Region

Die Orinoco-Region © WWF
Die Orinoco-Region © WWFLupe

Das Mündungsdelta des Orinocos ähnelt einem Mosaik aus unterschiedlichen Graslandarten, Feuchtgebieten, Auen und Wäldern.

 

Lage: Im Osten Kolumbiens gelegen grenzt die Orinoco-Region an Venezuela und im Süden an das Amazonasbecken. Im Westen bilden die Anden die natürliche Grenze.

Fläche: Die gesamte Region umfasst eine Fläche von über 880.000 km² zwischen Venezuela und Kolumbien. Allein das Flußdelta misst  rund 19.000 km².

Lebensraum: Bis heute wurden hier etwa 17.420 Pflanzen-, 1.300 Vogel- und 1000 verschiedene Fischarten beschrieben. Über 250 Säugetiere und 119 Reptilien haben hier, am Äquator in der Feuchtsavanne “Llanos”, ihre Heimat.

Wachsende Bevölkerung übt Druck aufs Land aus

Savannen haben neben ihrer Artenvielfalt noch eine ganz besondere Bedeutung für das globale Klima. Sie sind “auf dem Kopf stehende Wälder” und ein Großteil des Kohlenstoffgehaltes in Gras- und Savannenlandschaften ist im Boden gespeichert. Ihre Zerstörung und Trockenlegung setzt somit unweigerlich Klimagase frei, die den Klimawandel weiter verstärken.

Die wachsende Bevölkerung und somit der steigende wirtschaftliche Druck gelten als die größten Herausforderungen für Umweltschützer. Denn einerseits müssen Lebensgrundlagen geschaffen werden, andererseits dürfen keine sensiblen Landschaften zerstört werden. Aus diesem Grund testet der WWF nachhaltige Landnutzungspläne.

Das tut der WWF

Der WWF arbeitet mit den Landwirten zusammen und hilft ihnen dabei, Landnutzungspläne zu erstellen, die einerseits höhere Einkommen verschaffen und gleichzeitig dafür sorgen, dass besonders wichtige Gebiete unberührt bleiben. In Kooperation mit der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) ist der WWF dabei der verantwortliche Projektpartner. Das Ziel des sogenannten SuLu-Projektes (Sustainable Landuse- Nachhaltige Landnutzung) ist, den Ausstoß der Klimagase zu reduzieren, die hydrologischen Ressourcen zu schützen und der Bodenerosion vorzubeugen.

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