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Stand: 20.07.2018

Bergung von Geisternetzen an Wracks

Im Mai 2018 hat der WWF gemeinsam mit dem WWF Polen einen Methodentest zur Bergung von Geisternetzen von Wracks durchgeführt. Die Wracks waren zuvor von der Denkmalpflege als kulturhistorisch unbedenklich freigegeben worden. Die Aktionen waren darüber hinaus mit den Naturschutzbehörden abgeklärt. Über das Projekt MARELITT Baltic hat der WWF Polen ein professionelles Bergungstauchteam angeheuert, um Netze von Wracks vor der polnischen und deutschen Küsten zu bergen. Die Firma BDS (Baltic Diving Solutions) hat den Einsatz professionell durchgeführt und dokumentiert. Da die Unterwasser-Sichtweite bei für die Ostsee ungewöhnlichen vier Metern lag, ist zudem selten gutes Bild- und Videomaterial entstanden.

330 Kilogramm Netze von drei Wracks entfernt

An drei Wracks war dem WWF im Vorfeld von lokalen Tauchern dichter Behang mit Netzen gemeldet worden. Von einem der Wracks konnten etwa 300 Kilogramm Schlepp- und Stellnetze abgeborgen werden. An den anderen beiden Wracks fanden sich nur noch wenige Netze – einmal fünf und einmal 30 Kilogramm. Hier wurden die Netze entweder durch Sporttaucher entfernt oder durch die Strömung fortgerissen. Die genaue Ursache lässt sich im Nachhinein nicht mehr klären.

Dorschrettung vor der Bergung

An einem der Wracks konnte ein ausgewachsener Dorsch aus dem Netz befreit werden. Das Tier muss schon eine längere Zeit verfangen gewesen sein und sich gequält haben. Die Taucher waren begeistert, als sie wenigstens ein verheddertes Tier lebend zurück ins Wasser entlassen konnten. Für einige andere Fische kam die Rettung zu spät. Umso besser, dass diese Netze nun keinen Schaden mehr anrichten werden.

   
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