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Der grüne Planet in Gefahr

Wälder erfüllen vielfältige Funktionen für Mensch und Natur, darunter für den Schutz des Klimas, als Rohstofflieferant, als Lebens- und Ernährungsgrundlage für Menschen und für die biologische Vielfalt. Sie dienen als Speicher und Kläranlagen für die Süßwasservorräte der Erde. Sie stabilisieren das Erdreich und sind dadurch ein natürlicher Schutz vor Erosion. Als „Lungen der Welt“ absorbieren sie das Kohlendioxid aus der Luft.

 

Die verbliebenen Urwälder sind als Lebensraum unersetzlich. Sie beherbergen den größten Artenreichtum der Welt: Sechs Prozent der Landfläche der Erde sind mit tropischen Wäldern bedeckt, die wiederum Heimat für 50 bis 80 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten sind. Eine Million Tier- und Pflanzenarten sind in den Regenwäldern zuhause. Für ca. 350 Millionen Ureinwohner sind Urwälder eine unverzichtbare Existenzgrundlage.

Regenwald in Sumatra © Neil Ever Osborne / WWF US
Regenwald in Sumatra © Neil Ever Osborne / WWF US

Verteilung der Wälder nach Klimazonen

33 % boreale (in den nördlichen Breitengraden)

11 % temperierte und

56 % subtropische und tropische Wälder

60 Prozent der weltweiten Waldfläche finden sich in sieben Ländern: Brasilien, Kanada, China, Indonesien, Russland, USA und Demokratische Republik Kongo. Das waldreichste Land (mit rund einem Viertel der weltweiten Waldfläche) ist Russland. Die größten noch intakten tropischen, aber zugleich stark bedrohten, Wälder gibt es im Amazonas-Becken, im Kongo-Becken und in Indonesien. Der europäische Anteil ist demgegenüber bescheiden.  In der Europäischen Union gibt es derzeit etwa 160 Millionen Hektar (1,6 Mio. Quadratkilometer). Das entspricht etwa vier Prozent der weltweiten Waldfläche.  Zum Vergleich:  Deutschland beherbergt rund 11 Millionen Hektar (110.000 Quadratkilometer). Davon sind 62 Prozent Nadel- und 38 Prozent Laubwälder.

Kontakt

Dr. Susanne Winter

Programmleiterin Wald

E-Mail: susanne.winter(at)wwf.de

Tel.: +49 30 311 777 235