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Stand: 01.11.2018

Verbundprojekt: Weg in die <2°-Wirtschaft

Die Staatengemeinschaft hat sich beim 21. Internationalen UN-Klimagipfel in Paris völkerrechtlich verbindlich zum Ziel gesetzt, die Erderhitzung auf deutlich unter 2° Celsius zu begrenzen. Unternehmen spielen beim Erreichen dieses Ziels eine entscheidende Rolle. Unternehmen entwickeln Strategien zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen und liefern Produkte und Dienstleistungen, die zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs und der Treibhausgasemissionen beitragen. Wo einzelne Unternehmen an ihre Grenzen stoßen, können Unternehmen gemeinsam für eine <2°-Wirtschaft handeln. Hier setzt das Verbundprojekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ von Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz und WWF Deutschland an.

 

"Jedes Unternehmen, jede Branche und jeder Sektor sollte sich an der Klimawissenschaft und dem Klimaabkommen von Paris orientieren und in Kooperation Maßnahmen umsetzen. So leistet die Wirtschaft ihren Teil zu Deutschlands Klimaschutzzielen und ist zukunftsfähig aufgestellt“, sagt Andrea Dreifke-Pieper, Leiterin Wirtschaft und Märkte beim WWF.

 

Weg in die <2°-Wirtschaft – der Projektverlauf

Vorreiter-Unternehmen entlang der Wertschöpfungsketten der Sektoren Gebäude, Verkehr und industrielle Produktion arbeiteten zusammen, um konkrete,  unternehmensübergreifende Projektideen zur Reduktion von Treibhausemissionen im Sinne des <2°-Limits zu erreichen. Das Projekt zeigt: Eine <2°-Wirtschaft ist machbar und eröffnet neue Chancen. Das Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ wurde gemeinsam von der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz und WWF Deutschland durchgeführt und wurde durch die 2°-Förderer initiiert. Es wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert und durch die sustainable AG begleitet.

Acht Projekte für die <2°-Wirtschaft

40 Unternehmen, 3 Themencluster und 11 spannende Workshops – wir blicken nun auf acht innovative Projekte, die einen Beitrag auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft leisten: 2GradLogistik, #Tag2Tax,  CircAlu Economy, Kiez in Bewegung, Pandalution, Park2Charge, Transparency4Earth und Working2Climate. Die Bandbreite der acht entwickelten Projekte ist groß: von kurzfristig umsetzbaren bis hin zu langfristigen Projekten, von konkreten Maßnahmen für die Unternehmen und Städte bis hin zu Empfehlungen für die Politik. Unter den entwickelten Lösungen befindet sich zum Beispiel eine nachrüstbare Systemlösung, die CO2-Emissionen in Echtzeit misst. Das macht es möglich, Produktionsschritte mit besonders hohem CO2-Ausstoß zu identifizieren und Maßnahmen zur Emissionsreduzierung abzuleiten. Ein anderes Projekt adressiert den Engpass öffentlicher Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Städten, indem es die Parkplätze etwa von Supermärkten mit der nötigen Infrastruktur ausstattet und sie außerhalb der Geschäftszeiten für die Nutzer von E-Fahrzeugen zugänglich macht. Ein weiteres Projekt entwickelte ein Positionspapier zur Einführung eines lebenszyklusbasierten CO2-Labels. Wenn Sie mehr über die einzelnen Projekte erfahren möchten, dann schauen Sie auf unsere Webseite www.2gradwirtschaft.de.

 

Ein starkes Signal für den Klimaschutz

Im Rahmen des Verbundprojektes „Weg in die <2°-Wirtschaft“ entwickelten die Unternehmen gemeinsam konkrete Projektideen für eine <2°-Wirtschaft und zeigen somit, dass diese grundsätzlich realisiert werden kann. Dabei wurde deutlich, dass firmen- und branchenübergreifende Kooperationen den unternehmerischen Klimaschutz stärken und gleichzeitig Innovationen fördern können. Das Projekt „Weg in die <2°-Wirtschaft“ zeigt: Die Transformation der Wirtschaft ist machbar und eröffnet neue Chancen. Wir danken allen Unternehmen für Ihr aktives Engagement und die Umsetzung von Maßnahmen auf dem Weg in eine <2°-Wirtschaft und wünschen Ihnen viel Erfolg für die Umsetzung ihrer Klimastrategien und Maßnahmen. Um die Dekarbonisierung auch in anderen Branchen voranzubringen, ist eine Ausweitung auf weitere Sektoren nach erfolgreichem Projektabschluss denkbar.

Workshop "Weg in die <2°-Wirtschaft" © WWF
Workshop Weg in die 2°-Wirtschaft

Stiftung 2°

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind die Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden von: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs GmbH & Co. oHG, BSH Hausgeräte GmbH, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Schüco International KG sowie Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben.

WWF

Der WWF Deutschland verfolgt das Ziel die weltweite Zerstörung der Umwelt und Natur zu stoppen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben zu können. Mit fünf Millionen Unterstützern und Niederlassungen in über 100 Ländern ist der WWF die größte internationale Natur und Umweltschutzorganisation. Der WWF Deutschland arbeitet in Projekten, Branchenansätzen und bilateralen Partnerschaften konstruktiv mit Unternehmen zur Lösung von Umweltproblemen zusammen. Im Bereich Klimaschutz bietet der WWF z. B. Unternehmen praktische Unterstützung beim Evaluieren und Setzen von ambitionierten Klimazielen („Science Based Targets“) und steht als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Kontakt Stiftung 2°

Susan Weide

Referentin Unternehmerischer Klimaschutz

Stiftung 2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz

 

Linienstraße 139/140
Aufgang B, 5. OG
10115 Berlin

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Kontakt WWF

Alexander Liedke
Manager Sustainable Business & Markets
Reinhardtstraße 18
10117 Berlin

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