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Stand: 04.10.2018

Tönsmeier unterstützt das WWF-Meeresschutzprogramm

Aufnahmen des WWF-Meeresschutzprogramms © WWF
Aufnahmen des WWF-Meeresschutzprogramms © WWF

Die im September 2015 zwischen dem Umweltdienstleister Tönsmeier und dem WWF initiierte Kooperation zum Schutz der Meere wird um weitere drei Jahre bis 2021 verlängert. Während in den ersten drei Jahren der Partnerschaft die Bergung und Verwertung von Geisternetzen aus der Ostsee im Vordergrund standen, wird Tönsmeier künftig zusätzlich zwei WWF-Projekte zur Vermeidung und Entsorgung von Plastikmüll in Südostasien unterstützen. Damit werden die gemeinschaftlichen Maßnahmen zur Reduktion der Meeresverschmutzung um Maßnahmen der Ursachenbekämpfung erweitert.

Abfallvermeidung und -management als ergänzende Schwerpunkte der Zusammenarbeit

Die Region Südostasien ist eine der Haupteintragsquellen von Plastik in die Meere. Ursächlich sind vor allem das hohe Plastikmüllaufkommen im Touristiksektor sowie die fehlenden oder ineffektiven Abfallsammel- und Entsorgungssysteme einzelner Länder. Zur Bekämpfung der Hauptursachen der Meeresverschmutzung betreibt der WWF verschiedene Pilotprojekte in Südostasien.

Plastikmüll Phu Quoc (Vietnam) © Heide Kerber ISOE
Plastikmüll Phu Quoc (Vietnam) © Heide Kerber ISOE

Das Engagement von Tönsmeier richtet sich auf zwei Projektregionen in Vietnam: Die Insel Phu Quoc hat sich zu einem bedeutenden Ziel für den Tourismus entwickelt. Damit einher geht ein deutlicher Zuwachs der Abfallmengen, auf welche die Insel strukturell nicht eingestellt ist und die die einzigartige Natur in dieser Region bedrohen. Um die Folgen der Tourismusentwicklung für die hochsensiblen Meeresschutzgebiete und Nationalparks der Insel Phu Quoc abzumildern, setzt sich der WWF für die Implementierung von Müllvermeidungsmaßnahmen im Touristiksektor und mittelfristig für den Aufbau eines Abfallmanagementsystems ein. Tönsmeier wird die Arbeit des WWF sowohl finanziell als auch fachlich unterstützen.

Offene Müllablagerungen Kien Tuong © Bernhard Bauske
Offene Müllablagerungen Kien Tuong © Bernhard Bauske

Ähnliche Herausforderungen bestehen in der Provinz Long An, die im nördlichen Teil des Mekong Deltas liegt. Fehlende Abfalltrennungs- und Entsorgungskapazitäten, wie Deponien, Verbrennungs- und Recyclinganlagen, führen dazu, dass große Mengen Plastik über den Mekong ins Meer gelangen. An der Seite des WWF wird Tönsmeier seine fachliche Expertise bei der Installation von Systemen zur Verwertung getrennt gesammelter Abfälle und Wertstoffe einbringen.

Erfolgreiche Kooperation zur Bergung und Verwertung von Geisternetzen wird fortgeführt

Eggeneinsatz vor Sassnitz © Andrea Stolte / WWF Deutschland
Eggeneinsatz vor Sassnitz © Andrea Stolte / WWF Deutschland

Tönsmeier engagiert sich auch weiterhin für die aufwendige Bergung von herrenlosen Kunststoffnetzen aus der Fischerei. Etwa ein Drittel des Meeresplastiks stammt aus der Fischerei – dazu gehören u.a. Fischkisten, Taue und die so genannten „Geisternetze“. In einer Studie zu Plastikeinträgen in die europäischen Meere schätzt EUNOMIA (2015), dass bis heute zwischen 200.000 und 1,3 Millionen Tonnen Geräte aus Fischerei und Aquakultur in den europäischen Meeresgebieten verloren gingen. Laut WWF Polen gelangen jährlich allein in die Ostsee schätzungsweise 5.500 bis 10.000 herrenlose Stellnetzteile der Küstenfischerei, die durch das Überfahren von Booten und Schiffen oder durch Sturm und Unwetter losgerissen werden. 

 

Mit der Unterstützung von Tönsmeier konnten bis heute viele Tonnen dieser Netze durch speziell geschulte Fischkutterbesatzungen aus der deutschen Ostsee geborgen werden. Im März 2017 starteten verschiedene Versuchsreihen zur wertstofflichen Verwertung der geborgenen Netze. Für das eingesammelte Material soll ein optimaler Prozess gefunden werden, der eine effektive Aufbereitung und Verwertung umfasst.

Nach ersten Erkenntnissen kann das Material, nach Säuberung der starken Verschmutzungen, die sich im Laufe der Jahre im Wasser angesammelt haben, für Recyclingverfahren aufbereitet werden.  Welche Verwertungsart sich ökologisch und ökonomisch am besten eignet, wird momentan ermittelt. Das Projekt soll Lösungsperspektiven für die bedrohliche Meeresverschmutzung als auch für weitere Umweltthemen bieten.

Tönsmeier – langjährige Expertise in Abfallentsorgung und Kreislaufwirtschaft

Die Tönsmeier Gruppe aus Porta Westfalica ist mit einer breiten Leistungspalette europaweit als Umweltdienstleister und Energielieferant tätig. Das wichtigste Ziel des Unternehmens ist die Schonung natürlicher Ressourcen. Diesem Anspruch wird Tönsmeier mit verschiedenen Sortier- und Recyclinganlagen gerecht: Hier werden u. a. Glas, Papier, Metalle oder Kunststoffe so aufbereitet, dass sie sich für einen Einsatz als Sekundärrohstoffe eignen. Zudem engagiert sich Tönsmeier in Forschungsprojekten zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

KONTAKT TÖNSMEIER

Boris Ziegler

Karl Tönsmeier Entsorgungswirtschaft

GmbH & Co. KG

Tel: 0571/9744-109

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