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Stand: 19.12.2014

WWF-Tipps zu Weihnachten - umweltfreundlicher feiern

Erhöhter Konsum in der Weihnachtszeit ist für viele Menschen ganz normal. Um damit der Natur weniger zur Last zu fallen, haben wir einige Tipps speziell für Weihnachten für Sie zusammengetragen. Sie werden merken, dass Sie damit nicht nur der Natur, sondern auch sich selbst und Ihren Liebsten etwas Gutes tun. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Umsetzen!

Weihnachtsfest bei Kerzenschein © iStock / Getty Images
Weihnachtsfest bei Kerzenschein © iStock / Getty Images

Der Weihnachtsbaum

1. Tipp: Der Weihnachtsbaum mit FSC-Siegel

Bei dem Kauf eines heimischen Baumes mit FSC-Siegel, können Sie sicher sein, dass der Baum aus einer naturverträglichen Waldwirtschaft und nicht aus einer Monokultur stammt. Ein wirklich grüner Weihnachtsbaum ist ein deutliches Zeichen für den Umweltschutz – und verbannt zugleich Gifte aus dem eigenen Wohnzimmer. Wo es diese Bäume gibt, erfahren Sie hier.

 

Sollten Sie keinen Anbieter von FSC-Bäumen in Ihrer Nähe finden, sprechen Sie die Händler vor Ort doch trotzdem auf das FSC-Zertifikat an. Je größer die Nachfrage nach FSC-Bäumen in diesem Jahr ist, desto mehr werden die Händler ihr Angebot im nächsten Jahr danach ausrichten.

Langlebiger Weihnachtsbaumschmuck © iStock / Getty Images
Langlebiger Weihnachtsbaumschmuck © iStock / Getty Images

2. Tipp: Weihnachtsbaumschmuck für viele Jahre

Anstatt Lametta auf die Zweige zu hängen: Wie wäre es mit Strohsternen, Holz- oder Glasschmuck, der einfach zu schön zum Wegwerfen ist? So haben Sie während des Festes mehr fürs Auge und danach weniger für die Mülltonne. Außerdem besteht Lametta aus Alufolie und ist sowohl aufwendig in der Herstellung als auch in der Entsorgung.

3. Tipp: Weihnachtsfest bei Kerzenschein

Sofern sie keine kleinen Kinder haben: Stimmungsvoller als die Elektrokerzenkette sind echte Kerzen am Baum allemal. Und wenn sie dann noch zu 100 Prozent aus Bienenwachs bestehen, riecht man die Natur! Ökovorteil: Kerzen benötigen keinen Strom und im Gegensatz zu Stearinkerzen stammen Bienenwachskerzen aus nachwachsenden Rohstoffen. Wer doch Lichterketten aufhängen möchte, dem empfiehlt der Stromanbieter LichtBlick, LED-Lichterketten zu wählen – eine umweltfreundliche und sparsame Alternative. Sie senken den Stromverbrauch um bis zu 90 Prozent.

4. Tipp: Umweltfreundliche Weihnachtsgrüße

Schreiben Sie Ihre Weihnachtswünsche auf umweltfreundlichem Papier – wiederverwertet und chlorfrei gebleicht oder ungebleicht aus umweltfreundlicher Waldwirtschaft. Greifen Sie zu Papier und Grußkarten mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) oder verwenden Sie Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Oder basteln Sie eigene Karten.

Geschenke nachhaltig verpacken © iStock / Getty Images
Geschenke nachhaltig verpacken © iStock / Getty Images

5. Tipp: Geschenke nachhaltig verpacken

Sie wollen Geschenke pfiffig einpacken und zugleich die Müllberge senken? Das geht ganz einfach: Verpacken Sie ihr Geschenk mit einem zusätzlichen Geschenk. Das Buch oder die CD etwa mit einem schönen Seidenschal. Oder mit nützlichen Hand- oder Geschirrtüchern, die farblich auf die Wohnung des Beschenkten abgestimmt sind. Eine weitere umweltschonende Alternative ist Zeitungspapier. So können Sie das Geschenk mit einem ausgewählten Artikel schmücken!

 

Schenken

6. Tipp: Langlebige Geschenke machen länger Freude

Durch die Auswahl der Geschenke können Sie nicht nur die Stimmung des Beschenkten, sondern auch die Ökobilanz Ihres Weihnachtsfestes erheblich beeinflussen. Beispielsweise, indem Sie bei der Auswahl Ihrer Geschenke wie Spielzeug, Kleidung oder Elektrogeräte auf deren Langlebigkeit achten. Es ist doch schön, wenn die Autorennbahn, die Werkzeugtasche oder der Computer nicht gleich an Silvester kaputt sind. Und wenn man sie noch Jahre später verschenken oder auf Flohmärkten oder im Internet verkaufen kann. Es lohnt sich also in jeder Hinsicht.

7. Tipp: Spielzeuge aus Holz

Falls Sie Holzprodukte verschenken möchten, sei es Spielzeug oder Möbel, achten Sie auf das Label des FSC (Forest Stewardship Council) für naturnahe und sozial verträgliche Waldwirtschaft. Nur dies versichert Ihnen, dass das Holz nicht aus Raubbau stammt und der Wald schonend bewirtschaftet wird. Das ist wichtig, denn gesunde Wälder sind die grüne Lunge unseres Planeten, sie filtern die Luft, produzieren Sauerstoff, speichern Wasser und können noch vieles mehr. Und wo es, wie etwa beim Kinderspielzeug, noch keine FSC-Produkte gibt: Bevorzugen Sie regionales Holz ohne schadstoffhaltige Lacke.

Das Weihnachtsfest

Bio-Plätzchen selbstgemacht © iStock / Getty Images
Bio-Plätzchen selbstgemacht © iStock / Getty Images

8. Tipp: Die Weihnachtsbäckerei

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Mit Bio-Plätzchen verwöhnen Sie nicht nur sich selbst und ihre Liebsten, Sie tun auch der Umwelt etwas Gutes. Achten Sie beim Einkaufen der Zutaten auf Bio-Produkte aus ökologischer Landwirtschaft oder bevorzugen Sie regionale Produkte. Dafür werden Transportwege gespart und so deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen. Beim Kauf der Eier können Sie auf die Ziffern 0 oder 1 – die stehen für eine artgerechte Haltung. Ob Ihnen die Freilandeier auch besser schmecken, müssen Sie selbst testen. Wissenschaftlich nachgewiesen ist auf jeden Fall, dass sie einen höheren Vitamingehalt und ein gesundheitlich besseres Fettsäuremuster haben. Ansonsten gibt es auch noch unsere WWF-Regeln für Besseresser.

9. Tipp: Gans, Truthahn & Ente – Wie gut ist unser Festessen?

Gänsekeule oder ein saftiger Truthahnbraten sind etwas Besonderes und kommen häufig als Festessen auf den Tisch. Es muss nicht immer vegetarisch sein. Falls es aber Fleisch sein soll, können Sie darauf achten, dass Sie hochwertiges Bio-Fleisch aus tiergerechter Haltung kaufen. Tiere aus Bio-Haltungen leben im Schnitt mehr als doppelt so lang wie ihre Artgenossen aus konventioneller Mast. Bio-Bauern achten auf eine tiergerechte Haltung und berücksichtigen die Bedürfnisse der Tiere. Auch die ökologischen Auswirkungen sind geringer. Denn durch den Verzicht auf Soja-Futter werden Waldflächen in Südamerika geschont. Hier erfahren Sie mehr.

10. Tipp: Fisch statt Fleisch

Neben der klassischen Weihnachtsgans gehören auch Lachs und Meeresfrüchte längst zum festlichen Menü an Weihnachten und zum Jahreswechsel. Wer auch der Meeresumwelt ein Geschenk machen möchte, greift beim Weihnachtseinkauf zu Lachs aus Biozucht oder MSC-zertifiziertem Wildlachs. Damit ist sichergestellt, dass der Lachs umweltverträglich gezüchtet wurde bzw. nicht aus überfischten wilden Beständen stammt. Unsere Empfehlung: Karpfen. Dieser ist ökologisch völlig unbedenklich und von der Nachhaltigkeitsbilanz kaum zu schlagen. Meist stammen die Tiere aus hiesigen Teichzuchten, die weder zusätzlich beheizt werden noch die Wildbestände ausdünnen. Welche Fische noch eine gute Wahl sind und welchen Fisch Sie lieber nicht essen sollten, verrät euch unser praktischer WWF-Fischratgeber. Der Fischratgeber ist auch als kostenfreie App fürs Smartphone erhältlich und zeigt im Supermarkt oder an der Fischtheke auf, welcher Fisch eine gute Wahl ist.

Die Feiertage genießen

11. Tipp: Für Verliebte, Leseratten und andere Genießer

Wenn Ihnen danach ist, einen der Feiertage einfach im Bett zu „gammeln“ – tun Sie es! Sie tun sich und Ihrem/Ihrer Liebsten etwas Gutes und so ganz nebenbei ist die Ökobilanz eines solchen Tages erfreulich – selbst dann, wenn das Mittagessen vom Pizzabäcker um die Ecke gebracht wird. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom und Ressourcen als beispielsweise auf Reisen, beim ausgiebigen Shopping oder beim Snowboarden auf Kunstschnee.

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