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WWF-Verbrauchertipps zur Weihnachtszeit

Erhöhter Konsum in der Weihnachtszeit ist für viele Menschen ganz normal. Um damit der Natur weniger zur Last fallen, haben wir einige Tipps speziell für Weihnachten für Sie zusammengetragen. Sie werden merken, dass Sie damit nicht nur der Natur, sondern auch sich selbst und Ihren Liebsten etwas Gutes tun.

 

Der WWF wünscht viel Spaß beim Umsetzen!

Tannenwald in der Schweiz © Mauri Rautkari / WWF-Canon
Tannenwald in der Schweiz © Mauri Rautkari / WWF-Canon

Weihnachtsbaum

1. Tipp: Der Weihnachtsbaum mit FSC-Siegel

Bei solch einer Tanne oder Fichte können Sie sicher sein, dass der Baum aus einer naturverträglichen Waldwirtschaft und nicht aus einer Monokultur stammt. Dann wurde er auch nicht Hunderte von Kilometern transportiert und ebenfalls nicht mit Pestiziden und Düngemittel behandelt. In Deutschland gibt es bereits über 200 FSC-zertifizierte Forstbetriebe, von denen einige auch Weihnachtsbäume und Schmuckreisig anbieten. Eine Liste mit Ansprechpartnern können Sie hier abrufen.

 

Sollten Sie keinen Anbieter von FSC-Bäumen in Ihrer Nähe finden, sprechen Sie die Händler vor Ort doch trotzdem auf das FSC-Zertifikat an. Je größer die Nachfrage nach FSC-Bäumen in diesem Jahr ist, desto mehr werden die Händler ihr Angebot im nächsten Jahr danach ausrichten.

2. Tipp: Weihnachtsbaumschmuck im Landhausstil

Sie haben bisher jedes Mal einfach Lametta auf die Zweige gehängt und jährlich für Nachschub gesorgt, weil das Abschmücken nach dem Fest Ihnen auf die Nerven geht? Wenn's dieses Jahr mal etwas anderes sein darf: Wie wäre es mit Strohsternen, Holz- oder Glasschmuck, der einfach zu schön zum Wegwerfen ist, so dass Sie während des Festes mehr fürs Auge haben und danach weniger für die Mülltonne. Außerdem: Lametta besteht aus Alufolie und ist sowohl aufwendig in der Herstellung als auch in der Entsorgung.

 

3. Tipp: Beleuchtung mit dem Duft der Natur

Sofern sie keine kleinen Kinder haben: Stimmungsvoller als die Elektrokerzenkette sind echte Kerzen am Baum allemal. Und wenn sie dann noch zu 100 Prozent aus Bienenwachs bestehen, riecht man die Natur!Ökovorteil: Kerzen benötigen keinen Strom und im Gegensatz zu Stearinkerzen stammen Bienenwachskerzen aus nachwachsenden Rohstoffen.

© creative collection
© creative collection

Verschicken und verpacken

4. Tipp: Umweltfreundliche Weihnachtsgrüße

Schreiben Sie Ihre Weihnachtswünsche auf umweltfreundlichem Papier – wiederverwertet und chlorfrei gebleicht oder ungebleicht aus umweltfreundlicher Waldwirtschaft. Greifen Sie zu Papier und Grußkarten mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) oder verwenden Sie Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Oder basteln Sie eigene Karten.

 

5. Tipp: Geschenke nachhaltig verpacken

Sie wollen Geschenke pfiffig einpacken und zugleich die Müllberge senken? Das geht ganz einfach: Verpacken Sie ihr Geschenk mit einem zusätzlichen Geschenk. Das Buch oder die CD etwa mit einem schönen Seidenschal. Oder mit nützlichen Hand- oder Geschirrtüchern, die farblich auf die Wohnung des Beschenkten abgestimmt sind. Ein weitere umweltschonende Alternative ist Zeitungspapier. So können Sie das Geschenk mit einem ausgewählten Artikel schmücken!

 

Schenken

6. Tipp: Langlebige Geschenke machen länger Freude

Durch die Auswahl der Geschenke können Sie nicht nur die Stimmung des Beschenkten, sondern auch die Ökobilanz Ihres Weihnachtsfestes erheblich beeinflussen. Beispielsweise, indem Sie bei der Auswahl Ihrer Geschenke wie Spielzeug, Kleidung oder Elektrogeräte auf deren Langlebigkeit achten. Es ist doch schön, wenn die Autorennbahn, die Werkzeugtasche oder der Computer nicht gleich an Silvester kaputt sind. Und wenn man sie noch Jahre später verschenken oder auf Flohmärkten oder im Internet verkaufen kann.

Selbstgebastelte Karte © Hilary Mason
Selbstgebastelte Karte © Hilary Mason

7. Tipp: Keine schädlichen Chemikalien auf den Gabentisch

Noch immer stecken in so manchen möglichen Geschenken gesundheitlich und ökologisch bedenkliche Schadstoffe – wie zum Beispiel zinnorganische Verbindungen in manchen Fahrradhosen, bromierte Flammschutzmittel in diversen Computerbildschirmen oder Weichmacher (Phthalate) in einigen Quietsche-Entchen und Treckingsandalen. Deshalb: Fragen Sie die Verkäufer, ob die von Ihnen auserkorenen Produkte frei von solchen Giftstoffen sind. Schauen Sie in Ratgeber-Magazine wie zum Beispiel Ökotest oder Stiftung Warentest.

Weitere Tipps

8. Tipp: Holzprodukte mit FSC-Siegel

Gesunde Wälder sind die grüne Lunge unseres Planeten, sie filtern die Luft, produzieren Sauerstoff, speichern Wasser und können noch vieles mehr. Falls Sie Holzprodukte verschenken möchten, sei es Spielzeug, Möbel oder Briefpapier, achten Sie auf das Label des FSC des Forest Stewardship Council für naturnahe und sozial verträgliche Waldwirtschaft. Nur dies versichert Ihnen, dass das Holz nicht aus Raubbau stammt und der Wald Ressourcen schonend bewirtschaftet wird. Und wo es, wie etwa beim Kinderspielzeug,  noch keine FSC-Produkte gibt: Bevorzugen Sie regionales Holz ohne schadstoffhaltige Lacke.

 

9. Tipp: Für Verliebte, Leseratten und andere Genießer

Wenn Ihnen danach ist, einen der Feiertage einfach im Bett zu „gammeln“ – tun Sie es! Sie tun sich und Ihrem/Ihrer Liebsten etwas Gutes und so ganz nebenbei ist die Ökobilanz eines solchen Tages erfreulich – selbst dann, wenn das Mittagessen vom Pizzabäcker um die Ecke gebracht wird. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom und Ressourcen als beispielsweise auf Reisen, beim ausgiebigen Shopping oder beim Snowboarden auf Kunstschnee.

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