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Stand: 09.12.2015

WWF-Tipps zu Weihnachten - umweltfreundlicher feiern

Erhöhter Konsum in der Weihnachtszeit ist für viele Menschen ganz normal. Um damit der Natur weniger zur Last zu fallen, haben wir einige Tipps speziell für Weihnachten für Sie zusammengetragen. Sie werden merken, dass Sie damit nicht nur der Natur, sondern auch sich selbst und Ihren Liebsten etwas Gutes tun. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Umsetzen!

Weihnachtsfest bei Kerzenschein © iStock / Getty Images
Weihnachtsfest bei Kerzenschein © iStock / Getty Images

Weihnachtsbaum mit FSC-Siegel

25 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jedes Jahr. Die meisten dieser Bäume stammen aus ökologisch bedenklichen Monokulturen und wurden mit Chemikalien behandelt. Das ist schlecht für die Umwelt und den Menschen. Der WWF empfiehlt daher den Kauf eines heimischen Baumes mit FSC- Siegel. Diese Bäume kommen aus naturverträglicher Waldwirtschaft und eben nicht aus Monokulturen. Sie wurden auch nicht mit Pestiziden und Düngemittel behandelt. Inzwischen gibt es außerdem auch Weihnachtsbäume mit einem Bio-Label. Ein wirklich grüner Weihnachtsbaum ist ein deutliches Zeichen für den Umweltschutz – und verbannt zugleich Gifte aus dem eigenen Wohnzimmer. Wo es diese Bäume gibt, erfahren Sie hier.

Langlebiger Weihnachtsbaumschmuck © iStock / Getty Images
Langlebiger Weihnachtsbaumschmuck © iStock / Getty Images

Weihnachtsbaumschmuck für viele Jahre

Anstatt Lametta auf die Zweige zu hängen: Wie wäre es mit Strohsternen, Holz- oder Glasschmuck, der einfach zu schön zum Wegwerfen ist? So haben Sie während des Festes mehr fürs Auge und danach weniger für die Mülltonne. Außerdem besteht Lametta aus Alufolie und ist sowohl aufwendig in der Herstellung als auch in der Entsorgung.

Umweltfreundliche Weihnachtsgrüße

Schreiben Sie Ihre Weihnachtswünsche auf umweltfreundlichem Papier – wiederverwertet und chlorfrei gebleicht oder ungebleicht aus umweltfreundlicher Waldwirtschaft. Greifen Sie zu Papier und Grußkarten mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) oder verwenden Sie Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Oder basteln Sie eigene Karten.

Geschenke nachhaltiger verpacken © iStock / Getty Images
Geschenke nachhaltiger verpacken © iStock / Getty Images

Geschenke nachhaltiger verpacken

Greifen Sie bei Geschenkpapier und Grußkarten auf Produkte mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) oder verwenden Sie Recyclingpapier mit dem Blauen Engel.

Wer Geschenke pfiffig einpacken und zugleich die Müllberge senken will kann aus der Verpackung auch gleich ein zusätzliches Geschenk machen. Das Buch oder die CD etwa mit einem schönen Seidenschal umwickeln oder mit nützlichen Hand- oder Geschirrtüchern. Eine weitere umweltschonende Alternative ist Zeitungs- und Zeitschriftenpapier.

Keule, Brust und Braten – Wie gut ist unser Festessen?

Gänsekeule oder ein saftiger Truthahnbraten sind etwas Besonderes und kommen häufig als Festessen auf den Tisch. Falls es Fleisch zum Fest sein soll, können Sie darauf achten, dass Sie hochwertiges Bio-Fleisch aus tiergerechter Haltung kaufen. Tiere aus Bio-Haltungen leben im Schnitt mehr als doppelt so lang wie ihre Artgenossen aus konventioneller Mast. Rinder, Schweine und Geflügel aus konventioneller Mast werden zudem meist mit gentechnisch-verändertem Soja aus Monokulturen gefüttert. Bio-Bauern achten auf eine tiergerechte Haltung und berücksichtigen die Bedürfnisse der Tiere. Auch die ökologischen Auswirkungen sind geringer. Denn durch den Verzicht auf Soja-Futter werden Waldflächen in Südamerika geschont. Nutzen Sie unseren Einkaufsratgeber Fleisch und Wurst für den bewussten Fleischkonsum. 

WWF Einkaufsratgeber: Fische und Meeresfrüchte
WWF Einkaufsratgeber: Fische und Meeresfrüchte

Welchen Fisch zum Fest?

Wer auch der Meeresumwelt ein Geschenk machen möchte, achtet beim Kauf von Fischprodukten auf Bio- und Umweltsiegel. Für Fisch aus Zuchten sind dies die Siegel von Bioland und Naturland sowie vom ASC (Aquaculture Stewardship Council) bei Verwendung gentechnikfreier Futtermittel. Bei Wildfisch gibt das MSC-Siegel einen Hinweis auf nachhaltige Fischerei.

Bei vielen „Edelfischen“ rät der WWF vom Verzehr ab: Schwertfisch und Roter Snapper stehen unter hohem Fischereidruck, außerdem enden beim Fang oft auch Meeresschildkröten und Delfine als Beifang an Langleinen und Treibnetzen. Ähnliche Probleme prägen die Fischerei auf Gelbflossenthunfisch, hier bieten jedoch Herkunft und Fangmethode eine gute Orientierung: Angelrute und Handleine sind traditionelle umweltverträgliche Fangarten, mit denen Fische einzeln gefangen werden und andere Meerestiere, wie Meeresschildkröten und Haie, verschont bleiben. Bei dem an Weihnachten besonders beliebten Lachs gilt: entweder aus Bio-Zucht oder mit dem MSC-Siegel.

Einen Überblick bringt Ihnen der WWF-Ratgeber Fische & Meeresfrüchte - auch als kostenfreie App für den schnellen Check im Supermarkt.

Bio-Plätzchen selbstgemacht © iStock / Getty Images
Bio-Plätzchen selbstgemacht © iStock / Getty Images

Leckeres aus der Weihnachtsbackstube

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Achten Sie beim Einkaufen der Zutaten auf Bio-Produkte aus ökologischer Landwirtschaft oder bevorzugen Sie regionale Produkte. Dafür werden Transportwege gespart und so deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen.

Beim Kauf der Eier ist das Bio-Label oder die Ziffer 0 ausschlaggeben. Diese Eier stehen für eine ökologische Erzeugung und müssen EU-weit ganz besondere Anforderungen erfüllen. Die Tiere werden mit Futter gefüttert, das überwiegend aus ökologischem Anbau stammt. Die Hennen haben neben Auslauf auch Tageslicht in den Ställen und Hähne in ihren Gruppen. Hier erfahren Sie mehr über die Kennzeichnung von Eiern.

Süße Leckereien aus dem Supermarkt

Wer nicht selbst backt, der sollte vor allem bei Marzipan, aber auch bei klassischen Backwaren und Plätzchen einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Oftmals findet sich in den Süßwaren auch das ökologisch kritische Palmöl. Angebaut wird die Ölpalme heute hauptsächlich in Südostasien. Seit 1990 hat sich die Fläche für Ölpalmen weltweit verdoppelt, in Indonesien sogar verzehnfacht. Palmölplantagen bedecken weltweit inzwischen zwölf Millionen Hektar Fläche. Das ist etwa ein Drittel der Bundesrepublik Deutschland. Die riesigen Monokulturen bedrohen die biologische Vielfalt und durch die Umweltzerstörung wird der Klimawandel befeuert.

Die Palmöl-Produktion muss daher anders werden, als sie heute größtenteils ist – nämlich ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich. Einen Mindeststandard bietet der Runde Tisch für Palmöl (RSPO) und dessen Siegel sich auch auf den entsprechenden Produkten findet. Eine bessere Wahl stellt ebenfalls Palmöl aus ökologischer Produktion dar, das in der Regel bei Bio-Ware verwendet wird. Weitere Informationen zu Palmöl finden Sie hier.

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