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Stand: 17.02.2016

Treue Begleiter zum Schutz des Kaukasus-Leoparden

Unsere Ranger im Kaukasus haben drei neue „Kollegen“ bekommen. Sie heißen Hope, Spirit und Horst. Geschickt tragen sie die Wildhüter durch Wälder und Flüsse. Die Pferde sind vor wenigen Wochen angekommen und haben sich bereits gut eingelebt. Für die Ranger sind sie eine äußerst wertvolle Hilfe für den Schutz des Kaukasus-Leoparden. Gemeinsam mit den Tieren patrouillieren sie durch die Gebirgszüge der Sjunik-Region, um Wilderern auf die Spur zu kommen.

Die Ranger-Pferde sind gut im Kaukasus angekommen © WWF Armenien
Die Ranger-Pferde sind gut im Kaukasus angekommen © WWF Armenien

Der Kaukasus-Leopard ist in seiner Heimat eine stark bedrohte Tierart. Noch immer ist die Raubkatze eine begehrte Jagdtrophäe und bei Wilderern vor allem wegen ihres Fells beliebt. Der Bestand wird auf nur noch 40 bis 60 Exemplare geschätzt. Im Südosten Armeniens hat der WWF daher mehr als 80.000 Hektar Wildnis unter Schutz gestellt. Im Sommer 2015 erreichte uns ein Hilferuf der Kollegen: „Wir brauchen ganz dringend drei Pferde.“ Die Ranger sind in dem unwegsamen Gelände auf die Hilfe von Pferden angewiesen. Viele Gebiete sind mit dem Auto oder Motorrad nur schwer oder gar nicht zugänglich.

Hope und Horst © WWF Armenien
Hope und Horst © WWF Armenien

Die Spendenbereitschaft war großartig. Innerhalb weniger Tage sind fast 4000 Euro zusammenkommen. Als Dankeschön für die blitzschnelle Hilfe konnte auf Facebook über die Namen abgestimmt werden. Die Vorschläge mit den meisten „Likes“ standen schnell fest: Hope für die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit, Spirit für den Kämpfergeist und Horst. Auch wenn Horst im ersten Moment etwas ungewöhnlich erscheint, so passt der Name doch perfekt. Horst steht nämlich für „Waldmensch“ und stammt sogar aus dem Altenglischen hors (Pferd).

Die Suche nach den passenden Tieren nahm einige Zeit in Anspruch. Gemeinsam mit einem erfahrenen Pferde-Tierarzt machten sich unsere WWF-Kollegen auf die Suche. Viele Pferde wurden begutachtet und untersucht. Die Wahl fiel auf zwei Hengste und eine Stute. Unsere Experten waren sich sofort einig, dass sie am besten für den schwierigen Job geeignet sind. Alle drei sind sehr zutraulich, ruhig und belastbar. Ihre Statur ist perfekt an das gebirgige Land angepasst. Sie sind geübt darin, Flüsse zu durchqueren und bleiben selbst im unwegsamen Gelände trittsicher. Für die Arbeit der Ranger sind sie dadurch eine große Hilfe.

Neben den Pferden wurden mit den Spendengeldern auch Sattel und Futter für den ersten Winter beschafft. Auch die Kosten für einen Veterinär sind durch die Mittel gedeckt. Dank Ihrer Spende haben die Ranger im Kaukasus die dringend nötige Unterstützung für ihre wertvolle Arbeit erhalten. Dafür bedanken wir uns auch im Namen der armenischen Kollegen ganz herzlich!

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