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Stand: 24.08.2016

Roter Panda - Bild des Tages

Roter Panda © iStock / Getty Images
Roter Panda © iStock / Getty Images

Allerletzte Chance für den Roten Panda

Dunkle Knopfaugen, feuchtes Näschen auf weißem Grund, roter Puschelschwanz: Der Rote Panda (Ailurus fulgens), gehört zu den charismatischsten, knuffigsten Tieren überhaupt. Doch der Feuerfuchs ist selten geworden, Lebensraumzerstörung, streunende Hunde und Wilderei setzen ihm zu. Es gibt nur noch unter 10.000 Tiere, die weit verstreut in den Ländern des Himalaya-Bogens leben.


Die Projekte des WWF versuchen Wilderei und Abholzung unter Kontrolle zu bringen, um den Roten Panda zu retten. Gleichzeitig haben es sich die wissenschaftlich geführten Zoos weltweit zur Aufgabe gemacht, eine Zuchtpopulation aufzubauen. Ein Teil davon ist das Europäische Erhaltungszuchtprogram (EEP). Knapp 380 Tiere werden derzeit in Europa gehalten – u.a. auch als Pool für zukünftige Wiederansiedlungen. Diese aufwändigen und schwierigen Auswilderungen ergeben jedoch nur Sinn, wenn die Faktoren, die das Überleben der Tiere gefährden, unter Kontrolle sind – genau dafür arbeitet der WWF.


Streberwissen: Erhaltungszuchtprogramme basieren auf der Annahme, dass die Tiere von Zoopopulationen nicht näher verwandt sind. Populationsbiologen und Genetiker der Georg-August-Universität Göttingen und der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung überprüfen dies mit Unterstützung des WWF bei den Roten Pandas. Über 90 Zoos in Europa haben für die Studie Proben ihrer Tiere eingesandt. Die Wissenschaftler gehen durch genetische Untersuchungen auf Spurensuche in der Vergangenheit. Eine Haar- oder Kotprobe eines Pandas genügt bereits, um Verwandtschaften festzustellen. Der Erhalt der genetischen Vielfalt der Zoo-Pandas ist entscheidend, um eine gesunde Zuchtpopulation für künftige Auswilderungen bereit zu stellen.

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