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Stand: 12.10.2016

Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch - Bild des Tages

Thoughie, der Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch (CC-by-2.0 / bit.ly/2dUM5IE)
Thoughie, der Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch (CC-by-2.0 / bit.ly/2dUM5IE)

Toughie ist tot

Vor kaum zehn Jahren wurde in einem winzigen Gebiet im Nebelwald Panamas dieser niedliche Kerl entdeckt und Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch (Ecnomiohyla rabborum) getauft. Seit 2008 tauchte er aber nicht mehr auf. Nur im Botanischen Garten von Atlanta gab es zwei Exemplare - zwei Männchen. 2012 starb der eine. Nun folgte ihm auch „Toughie“ in seinem Terrarium. Er war wahrscheinlich der Letzte seiner Art.

 

Die Froschart hatte durchaus Besonderes zu bieten: Ihre enorm großen Extremitäten waren mit bis zu den Zehenspitzen reichenden Spannhäuten ausgestattet sind, womit Toughie&Co von Bäumen aus im Gleitflug segelen konnten.

 

Wahrscheinlich fiel Toughie einem Killer-Pilz zum Opfer – wie schon so viele Frösche vor ihm. Die tödliche Pilzinfektion Chytridiomykose kommt ursprünglich wohl aus Südafrika und wurde von dort in die ganze Welt verschleppt. Mindestens 120 Arten sind vor allem wegen dem Pilz bereits ausgestorben, hunderte weitere gelten als schwer bedroht

 

"Die Mitarbeiter des Gartens und seine Besucher werden ihn vermissen", steht auf der Facebook-Seite des Botanischen Gartens. 

 

Streberwissen: 

 

Ausgestorben oder verschollen? Ganz aufgegeben haben Forscher den Frosch noch nicht: der Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch lebt in Baumkronen, ist deshalb schwer zu finden. Immer wieder mal werden ausgestorben geglaubte Froscharten wiederentdeckt. Allerdings ist die Liste viel, viel kürzer als die der ausgestorbenen Arten.

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