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EU-Klimapolitik zu zaghaft

28. Januar 2009

WWF: Position für Kopenhagen hat zwar gute Ansätze, Bedarf aber Nachbesserungen in zentralen Punkten

 

Berlin/Brüssel - Das heute in Brüssel vorgestellte EU-Verhandlungspaket für die Welt-Klimakonferenz in Kopenhagen ist nach Ansicht des WWF noch nicht ausreichend, um starke Impulse für die internationalen Klimagespräche zu setzen. „Obwohl in dem EU-Entwurf gute Ansätze enthalten sind, ist er in entscheidenden Punkten zu wenig konkret“, bilanziert die Leiterin Klimaschutz des WWF, Regine Günther.  

 

In Kopenhagen wird die Weltgemeinschaft im Dezember über ein Nachfolgeabkommen zum auslaufenden Kioto-Vertrag entscheiden. Die jetzt von der Kommission erarbeiteten Vorschläge dienen als Vorlage für das Frühjahrstreffen der EU-Staats- und Regierungschefs im März.  

 

„Ziele, Instrumente und Finanzierung der EU-Klimaposition sind noch nicht ambitioniert genug“, so Günther. Die EU muss sich auf ihr Ziel besinnen, die eigenen Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Weitere 15 Prozent – gemessen an den EU-Emissionen – könnte mit EU-Unterstützung in Entwicklungsländern einspart werden. Nur so könnte die EU einen glaubhaften Beitrag leisten, die globale Temperaturerhöhung unter zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu halten.  

 

Brüssel müsse vor allem klare Finanzzusagen für Schwellen- und Entwicklungsländer machen. „Ohne solche konkreten und ambitionierten Finanztransfers zur Bekämpfung und zur Anpassung an den Klimawandel  wird die Kopenhagen-Konferenz scheitern“, so Regine Günther. „Wenn Europa die Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel behalten will, muss Brüssel dringend nachlegen.“

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