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Neue Arten am Mekong entdeckt

Der glatzköpfige Bülbül

© Iain Woxvold / WWF

Der glatzköpfige Bülbül

Schon 1995 sah der britische Biologe Rob Timmins den eigenartigen Singvogel zum ersten Mal in Südostasien. Doch erst dreizehn Jahre danach konnte er den amselgroßen Glatzkopf vermessen und ausführlich beschreiben. Ironischerweise wurde er den Bülbüls zugeordnet, die als Haarvögel bezeichnet werden und sich durch einen extravaganten Federkopfschmuck auszeichnen. Nicht so jedoch der Pycnonotus hualon – sein Köpfchen ist kahl.

Aber auch bei Vögeln gilt das Aussehen als überwertet. Optische Schwächen versucht der kleine Glatzkopf mit seiner Stimme auszugleichen. Seinen Gesang beschreibt Timmins als „eine kurze Serie von Pfeifen und trockenen, blubbernden Rufen“.

Die Bülbüls gehören zu der Familie der Nachtigallen. Der Pycnonotus hualon ist aber der heimliche Star unter ihnen, denn er ist in ganz Asien der einzige mit einer Glatze.

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