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Neue Arten am Mekong entdeckt

Der stupsnasige Elvis-Affe

© Martin Aveling / Fauna and Flora International

Der stupsnasige Elvis-Affe

Der King lebt. Und zwar abgeschieden in den Wäldern von Kachin, einer burmesischen Provinz entlang des südlichen Himalajas. Nur handelt es sich beim 2011 erstmalig beschriebenen Rhinopithecus strykeri um eine seltene Primatenart – den „Elvis-Affen“. Von Wissenschaftlern erhielt er den Spitznamen „Snubby“ aufgrund seiner Stupsnase. Eigentlich, so erzählen die Bewohner von Kachin, sollte es ganz einfach sein, den Affen zu entdecken. Man müsse sich dabei nur auf seine Ohren verlassen. Denn immer wenn es regnet, sei er zu hören, wenn er auf den Bäumen sitzt und laut niest. Seiner charakteristischen Stupsnase verdanke er es, dass ihm bei Niederschlägen das Wasser in das Riechorgan läuft.

Um diese evolutionäre Unannehmlichkeit zu vermeiden, vergräbt der Elvis-Affe bei Regen seinen Kopf zwischen die Knie. So versteckt er dann auch die einzelne Haartolle, die ihm ins Gesicht fällt und der er auch seinen Beinamen „Elvis“ verdankt. So ganz leicht, wie die Einheimischen es behaupten, kann es aber dann doch nicht sein, den ulkigen Primaten zu entdecken. Ein Foto existiert von ihm bislang nicht, sondern lediglich eine Zeichnung.

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