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Wo sind all die Geier hin?

Lammergeier © Markus Varesvuo / WWF

Wo sind all die Geier hin?

Geier sind für Ranger willkommene Helfer im Kampf gegen die Wilderei. Oftmals reicht ein Blick gen Himmel und es wird klar, wo ein großes Tier verendet sein muss. Geier sind daher wie Alarmsirenen für die Wildhüter. Das Problem ist nur: Die Tiere sind immer seltener am Himmel zu sehen. Nun hat eine Studie nachgezählt, mit erschreckendem Ergebnis. In Afrika sind die Populationen einiger Geierarten um bis zu 80 Prozent eingebrochen. Als Hauptgrund gilt die Wilderei. Denn dabei kommt vor allem Gift zum Einsatz, das von den Aasfressern wieder aufgenommen wird und diese verenden lässt.


Streberwissen: Vor etwa 20 Jahren erlebte Asien, vor allem Indien, eine ähnliche Krise. Diclofenac, ein Entzündungshemmer, der bei uns vor allem als "Voltaren" bekannt ist, wurde in großen Mengen Rindern verabreicht. Bei den Geiern sorgte der Stoff für ein wahres Massensterben. Das Fehlen der Geier führte zu mehr organischem Müll, der wiederum streunende Hunde anzog. Mit dem Ausbleiben der Geier schnellten auch die Tollwutinfektionen in die Höhe.


WWF-Projekt: Bartgeier in den Alpen >>

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