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Kämpfer für die Ozeane in der Hafen-City

24. Mai 2006

Mit viel Prominenz eröffnete das 'Internationale WWF-Zentrum für Meeresschutz'

 

Hamburg, 24. Mai 2006: Mit einem Festakt eröffnete heute in der Hamburger Hafen-City das 'Internationale WWF-Zentrum für Meeresschutz'. Dr. Michael Otto, Stiftungsratsvorsitzender des WWF, begrüßte die rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Behörden, Verbänden und Medien. Mit dem neuen Zentrum und der Wahl des Standortes Hamburg will die Umweltstiftung ihr internationales Engagement für den Schutz der Ozeane verstärken. Die Meeresarbeit des WWF Deutschland war zuvor über 20 Jahre in Bremen angesiedelt.

 

 

 

Von Seiten der Stadt hieß Umweltsenator Dr. Michael Freytag den WWF in Hamburg willkommen: 'Die HafenCity ist für den WWF ein idealer Standort, denn in Hamburg wächst nicht nur die Stadt, sondern auch der Umweltschutz. Acht Prozent der Hamburger Landesfläche sind Naturschutzgebiete; das ist der Spitzenplatz unter allen 16 Bundesländern. Nachhaltig engagiert ist Hamburg auch im Meeresumweltschutz, insbesondere mit dem Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Mit der Ansiedlung eines Internationalen WWF-Zentrums für Meeresschutz wird Hamburg auf der Ebene internationaler Nichtregierungsorganisationen zu einem wichtigen Ausgangspunkt für grenzüberschreitenden Umweltschutz.'

 

 

 

Dr. Otto blickte in der von Fernsehmoderator Steffen Seibert moderierten Veranstaltung auf die Anfänge der WWF-Meeresarbeit zurück. 'Das Engagement für die Nordseeküste war in den achtziger Jahren die Keimzelle für die Meeresarbeit des WWF Deutschland.' Die Gründung der Wattenmeer-Nationalparke gehört zu den größten Erfolgen der Naturschützer. Heute reicht die Arbeit weit über die deutsche Küste hinaus bis in den Nordostatlantik und vor die Westküste Afrikas.

 

 

 

Die Themen der Umweltschützer sind vielfältig. Mit dem Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) für Fisch aus nachhaltigem Fang wollen sie die Plünderung der Ozeane stoppen. Die WWF-Experten fördern nachhaltigen Tourismus, um die Küstenlandschaften zu erhalten. Sie setzen sich für neue und noch besser gemanagte Schutzgebiete im Nordostatlantik und in der Ostsee ein. Weitere Themen sind ein naturnaher Küstenschutz an der Nordsee und ein umweltverträgliches Hafenkonzept für Deutschland. Die Rettung der Kaltwasserkorallen liegt den Meeresschützern besonders am Herzen. Ihnen widmete der WWF zur Eröffnung eine kleine Ausstellung. Nicht nur in den tropischen Meeren, sondern auch in den kühleren Gewässern vor unserer Haustür gibt es Jahrtausende alte Korallenriffe. Doch zerstörerische Fischereimethoden und die Meeresverschmutzung bedrohen diese 'Juwelen der Tiefsee'.

 

 

 

An das Hamburger Zentrum sind das Wattenmeerbüro in Husum und das Projektbüro Ostsee in Stralsund angegliedert. Insgesamt 15 Mitarbeiter engagieren sich für den Schutz der Ozeane. Die Zentrale des WWF Deutschland ist in Frankfurt am Main angesiedelt und ist Teil der weltweiten WWF-Familie, die in etwa 100 Ländern vertreten ist. Der WWF zählt zu den größten privaten Naturschutzorganisationen der Welt.

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