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Klimawandel im Internet

05. Oktober 2009

WWF unterstützt UNO und Google Earth bei Klimaschutzprojekt

 

Mit einem aufwendigen Internet-Projekt machen die UNO und Google Earth ab sofort den Klimawandel greifbar. In zahlreichen animierten Videotouren durch Google Earth erleben Internetnutzer, wie der Klimawandel abläuft und was wir tun können, um die Erwärmung der Erde zu stoppen. Zahlreiche 3D-Animationen, Videos und Fotos illustrieren die Ursachen und Folgen des Klimawandels rund um den Globus und zeigen konkrete Gegenmaßnahmen auf.  

 

Der WWF ist ab heute mit einer virtuellen Tour „The Dams of Sebangau“ durch sein Klimaschutzprojekt im Nationalpark Sebangau auf Borneo beteiligt. Neben dem WWF stellen weitere Nichtregierungsorganisationen, Städte, Universitäten, Regierungen und Firmen aus der ganzen Welt ihre Klimaschutzprojekte vor. Unter den Sprechern der Touren finden sich auch viele prominente Klimaschützer wieder. So konnte beispielsweise Friedensnobelpreisträger Al Gore als Sprecher gewonnen werden.  

 

„Die Touren sollen Klima- und Naturschutz anschaulich machen und darüber hinaus einen direkten Kommunikationsweg zwischen Öffentlichkeit und Entscheidungsträgern herstellen“, so Benjamin Kott von Google. „Wir freuen uns, dass der WWF mit seiner Tour durch die Torfmoorwälder dabei ist, schließlich gehören sie zu den größten Kohlenstoffspeichern der Erde”.  

 

Der fünfminütige WWF-Beitrag mit einem Rundflug durch den Nationalpark Sebangau auf Borneo veranschaulicht die Zerstörung der Torfmoorwälder auf der indonesischen Insel, die damit verbundenen Auswirkungen auf den Klimawandel und die Gegenmaßnahmen des WWF. Torfmoorwälder wachsen auf mächtigen Torfschichten und speichern bis zu 50-mal so viel Kohlenstoff wie eine gleich große Fläche Regenwaldes ohne Torfboden. Ihre Zerstörung ist in Bezug auf den Klimawandel eine tickende Zeitbombe.  

 

Der WWF arbeitet im Nationalpark Sebangau zusammen mit der lokalen Bevölkerung an der Wiedervernässung und Aufforstung der Torfmoorwälder. So werden dort beispielsweise Dämme gebaut, um den Grundwasserspiegel wieder anzuheben oder Wälder wieder aufgeforstet. Im laufenden WWF-Projekt werden derzeit mehr als 50.000 Hektar Torfböden wieder vernässt. Es wird geschätzt, dass sich daraus eine Emissionsreduktion von mehr als 1 Million Tonnen CO2 pro Jahr ergibt.  

 

„Noch nie wurde der Klimawandel so umfassend visualisiert“, so WWF Geschäftsführer Eberhard Brandes. „Der Klimawandel ist für viele Menschen noch immer sehr abstrakt. Die Google-Klimatouren helfen,  ihn zu verstehen und geben Anregungen, wie sich jeder einzelne im Kampf gegen den Klimawandel engagieren kann.“  

 

Bis zum Kopenhagener Klimagipfel im Dezember werden die verschiedenen Touren gestaffelt online gestellt. Zusammen werden die Touren dann allen Delegierten gezeigt. Zusätzlich zu Google Earth, werden alle Touren auch bei Youtube auf dem Kanal „Raise your voice“ gezeigt. Hier können User sich die Touren ansehen sowie auch  ihre eignen Videos zum Thema Klimawandel beisteuern.

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