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RWE-Risiken Wachsen Enorm

13. April 2006

WWF kritisiert: Volle Kassen bei mieser Klimabilanz

 

Berlin, 13.04.2006: Das Rheinisch Westfälische Elektrizitätswerk (RWE) hat auf seiner Jahreshauptversammlung erneut große Gewinne verkündet. Die Klimabilanz des Unternehmens fällt hingegen weit weniger rosig aus. Der WWF wirft dem Stromversorger vor, dass er Profite auf Kosten der Umwelt mache.

 

 

 

'RWE ist der größte privatwirtschaftliche Kohlendioxid-Emittent in Europa', erläutert Matthias Kopp, Projektleiter für Finanzen und Energie beim WWF Deutschland. Die Kraftwerke des Unternehmens setzen überwiegend auf zwei Brennstoffe mit extrem hohem Risikoprofil: Braunkohle und Uran. Nach Einschätzung des WWF ist dies ein extrem riskantes Geschäftsmodell, das mittelfristig den Aktienkurs des Unternehmens negativ beeinträchtigen könnte.

 

 

 

Angesichts des Klimawandels wird sich der CO2-Ausstoß eines Unternehmens in den Bilanzen stärker niederschlagen. Zukünftig werden sich deutliche Einschnitte bei der kostenlosen Zuteilung der CO2-Zertifikate ergeben. 'Das bedeutet, dass Firmen für die Belastung des Klimas tiefer in die Tasche greifen müssen', so Matthias Kopp.

 

 

 

RWE ignoriere diese Entwicklung nach wie vor und setze weiter auf besonders klimaschädliche Kohlekraftwerke mit Laufzeiten von rund 40 Jahren. Damit werde der Ausstoß an Treibhausgasen für Jahrzehnte auf einem nicht tolerierbaren Niveau zementiert.

 

 

 

Der WWF hält es für möglich, dass die geplanten Anlagen nicht auf dem ursprünglich veranschlagten Niveau über die ganze Lebensdauer betrieben werden können. Diese Risikostrategie werde sich auch in den Überlegungen von Analysten, Investoren und Anteilseignern des RWE widerspiegeln. Daher liege es im ureigensten Interesse des RWE seine Investitionsentscheidungen zukunftsfähig zu gestalten und damit dem Klima der Erde und der Portfolios seiner Anteilseigner eine nachhaltig positive, weil CO2-Risiko vermindernde, Entwicklung einzuleiten.

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