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Stand: 06.01.2016

WWF-Artenlexikon

Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus)

Lebensraum Die meisten Orang-Utans leben in den Tieflandregenwäldern und in den Sümpfen des Flachlands. Im Kinabalu-Nationalpark im malaysischen Bundesstaat Sabah kommen sie auch in Regenwäldern bis zu einer Höhe von 1.400 Metern vor.
Geografische Verbreitung Orang-Utans sind die einzigen heute noch lebenden Großen Menschenaffen in Asien. Heute kommen Orang-Utans nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor.
Gefährdungsstatus IUCN: „Stark gefährdet“
CITES: Anhang I
Bestandsgröße 49.500 Individuen
Borneo Orang-Utan. © Michael Poliza / WWF

Der rote Waldmensch

Die Orang-Utans sind die größten echten Baumsäugetiere und die einzigen heute noch lebenden Großen Menschenaffen in Asien. Heute kommen Orang-Utans, deren malaiischer Name „Waldmensch“ bedeutet, nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor.

Es existieren zwei Orang-Utan-Arten, der Borneo-Orang-Utan und der Sumatra-Orang-Utan. Der Borneo-Orang-Utan kommt in mehr als 300 genetisch voneinander isolierten Populationen in den beiden malaysischen Bundesstaaten Sarawak und Sabah sowie im indonesischen Kalimantan auf der Insel Borneo vor. Orang-Utans leben meist in den Tieflandregenwäldern und in den Sümpfen des Flachlands.

Die Orang-Utans leben im Gegensatz zu ihren afrikanischen Menschenaffenverwandten überwiegend als Einzelgänger. Nur zur Fortpflanzung kommen Männchen und Weibchen kurz zusammen. Wie viele Tiere in einem Gebiet vorkommen, hängt vom Nahrungsangebot ab und übersteigt nur selten die Dichte von einem Tier pro Quadratkilometer. Auf Borneo wird der Gesamtbestand des Orang-Utans auf 49.500 Tiere geschätzt. Zu Beginn der 1990er Jahre lebten dort noch etwa 150.000 „Waldmenschen“.

Der Borneo-Orang-Utan wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN von 2004 als „stark gefährdet“ eingestuft. Der illegale Handel mit Jungtieren, die auf den beiden indonesischen Inseln Java und Bali als Haustiere beliebt sind, ist eine große Bedrohung für das Überleben der Art. Pro Jahr werden im indonesischen Teil Borneos bis zu 1.200 Tiere der Wildnis entnommen. Außerdem haben Holzeinschlag und die Umwandlung von Regenwald in Ackerland und Ölpalmenplantagen in den letzten 30 Jahren dazu geführt, dass die Orang-Utans fast 60 Prozent ihres Lebensraumes verloren haben.

Große Menschenaffen wie der Orang-Utan gehören zu den Leitarten des WWF. Daher hat sich die Umweltstiftung deren weltweiten Schutz zum Ziel gesetzt. Der WWF Deutschland engagiert sich seit 2003 verstärkt für den Schutz des Orang-Utans auf Borneo. Gemeinsam mit unseren internationalen und lokalen Partnerorganisationen arbeiten wir dafür, die verbleibenden Wälder dieser Region und ihre charismatischen Baumbewohner langfristig zu erhalten. 

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