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WWF-Artenlexikon

Indisches Panzernashorn (Rhinoceros unicornis)

Lebensraum sumpfige Überflutungsgebiete, Hochgrasfluren, Trocken- und Savannenwälder
Geografische Verbreitung Bhutan, Pakistan, Bangladesch, südliches Nepal, Indien (Westbengalen, Assam)
Gefährdungsstatus IUCN: "gefährdet"
CITES: Anhang I
Bestandsgröße etwa 2.575 Individuen
Trend: steigend
Indisches Nashorn. © Ola Jennersten / WWF-Canon
Indisches Nashorn. © Ola Jennersten / WWF-Canon

Gehörntes Schwergewicht

Das Panzernashorn ist mit einer Schulterhöhe bis zu 185 Zentimetern und einem Gewicht von mehr als 2.000 Kilogramm das größte unter den drei asiatischen Nashornarten. Im Gegensatz zu seinen beiden afrikanischen Verwandten und dem Sumatranashorn trägt es nur ein Nasenhorn, das eine Länge von 20 Zentimetern erreichen kann.

Die ursprüngliche Verbreitung des Indischen Panzernashorns erstreckte sich vom Osten des heutigen Pakistan über Nepal, Nordindien und Bangladesch bis nach Myanmar und wahrscheinlich weiter bis Südchina. Heute ist sein Lebensraum auf wenige Gebiete in Bhutan, im südlichen Nepal, dem Terai Arc-Bogen und in sieben Rückzugsgebieten in den beiden indischen Bundesstaaten Westbengalen und Assam beschränkt.

Etwa 2.750 Panzernashörner leben in freier Wildbahn. Neben dem Lebensraumverlust wurde den Nashörnern vor allem die Jagd auf ihr Horn zum Verhängnis. Ihr Nasenhorn wird in der traditionellen asiatischen Medizin hochgeschätzt. Der Wert der Hornsubstanz übertrifft sogar den von Gold. Der Handel damit ist allerdings international verboten.

Weiterführende Informationen

Der WWF setzt sich, seit seiner Gründung 1961, für den Schutz der Nashörner ein. Neben Walen, Tigern, dem Großen Panda, den Großen Menschenaffen, Elefanten und Meeresschildkröten gehören sie zu den sieben Leitartengruppen des WWF, für die sich die Umweltstiftung besonders engagiert.

Seit 1998 verstärkt der WWF seinen Einsatz gegen die Wilderei und für den Schutz und die Überwachung von Panzernashorn-Lebensräumen durch Patrouillen. Des Weiteren unterstützt der WWF Anstrengungen, die natürliche Waldvegetation der Nashornhabitate zu erhalten. TRAFFIC, das Artenschutzprogramm von WWF und Weltnaturschutzunion IUCN zur Überwachung des Handels mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, hilft bei der Überwachung des Handelsverbots von Nashornprodukten.

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