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WWF-Artenlexikon

Kaukasus-Leopard (Panthera pardus saxicolor)

Lebensraum unterschiedlichste Lebensräume: Von subalpinen Wiesen, Laub- und Laubmischwäldern bis hin zu ariden Gebieten mit spärlichem Wacholderbewuchs
Geografische Verbreitung Talysh-Gebirge (Aserbaidschan und Iran), Zangezur und Meghri-Gebirge (Armenien und Aserbaidschan), Iori-Mingechaur Gebiet (Georgien-Aserbaidschan), Nordwesten des Iran sowie an verschiedenen Stellen im Großen Kaukasus (in den Russischen Republiken Dagestan, Ingushetien, Nordossetien und wahrscheinlich Tschetschenien)
Gefährdungsstatus IUCN: "stark gefährdet"
CITES: Anhang I
Bestandsgröße schätzungsweise weniger als 40
Kaukasus-Leopard. © David Lawson / WWF-UK

Die letzten Leoparden Europas

Der Kaukasus-Leopard kommt neben Armenien, Aserbaidschan, Georgien und Iran auch noch in Europa vor. Da zumindest der nördliche Teil des Großen Kaukasusgebirges geographisch zu Europa gehört, sind die dort lebenden Leoparden die letzten ihrer Art auf unserem Kontinent.
Historisch war der Leopard im ganzen Kaukasus, sowie unter anderem im Nahen und Mittleren Osten verbreitet. In den 1950er Jahren ist die Verbreitung im Kaukasus auf wenige Vorkommensgebiete geschrumpft; man wähnte die Unterart kurz vor dem Aussterben.

Heute leben schätzungsweise nur noch weniger als 40 Exemplare der Großkatze in einzelnen Gebieten des Kaukasus. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN ist der Kaukasus-Leopard daher als "stark gefährdet" gelistet.

Weiterführende Informationen

Das Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren bedroht den Kaukasus-Leoparden. Die Vernichtung seines Lebensraumes ist eine wichtige Ursache für den Rückgang der Unterart im Kaukasus. Beutetiermangel ist ein weiteres großes Problem in vielen Gebieten. Vielerorts werden die vom Leoparden als Beute bevorzugten Paarhufer zu intensiv von Menschen bejagt. Und auch die illegale Jagd auf die Leoparden selbst bedroht das Überleben des Kaukasus-Leoparden.

Seit 2001 bemüht sich der WWF intensiv um den Schutz der letzen Leoparden im Kaukasus. Nach einer ersten Bestandsaufnahme hat der WWF sofort Notmaßnahmen zur Stabilisierung der Bestände ergriffen. Seit dem wurden neue Schutzgebiete eingerichtet und bestehende unterstützt. In Armenien und Aserbaidschan wurden Maßnahmen zur Eindämmung der Wilderei getroffen sowie ein Umweltbildungsprogramm für die lokale Bevölkerung durchgeführt. Darüber hinaus wurde in den wichtigsten Gebieten ein Monitoringsystem zur Überwachung der Bestände aufgebaut.
2007 wird in einer internationalen Konferenz eine ökoregionale Strategie zum Schutz des Leoparden zusammen mit Repräsentanten aus allen Kaukasus-Ländern entwickelt. Darüber hinaus ist ein Programm zur Wiederansiedlung des Leoparden im Nordwest-Kaukasus in Vorbereitung.

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