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WWF-Artenlexikon

Kragenbär (Ursus thibetanus)

Lebensraum Wälder gemäßigter, subtropischer und tropischer Zonen
Geografische Verbreitung Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, China, Indien, Iran, Japan, Nord- und Südkorea, Laos, Mongolei, Myanmar, Nepal, Pakistan, Russland, Taiwan, Thailand, Vietnam
Gefährdungsstatus • IUCN: "gefährdet"; außer U. t. gedrosianus "vom Aussterben bedroht"
• CITES: Anhang I
Bestandsgröße weltweiter Bestand aufgrund mangelnder Daten nicht bekannt
in China: 15.000 bis 20.000
in Japan: 10.000 bis 15.000
in Russland: 4.000 bis 5.000
Kragenbär. © Martin Harvey / WWF-Canon
Kragenbär. © Martin Harvey / WWF-Canon

Ein gewandter Kletterer

Das auffälligste Kennzeichen des Kragenbärs ist eine v-förmige weiße Fellfärbung auf der Brust. Den Namen Kragenbär verdankt er aber den stark verlängerten Haaren im Bereich des Halses.

Der Lebensraum der Kragenbären überschneidet sich in tropischen Regionen teilweise mit dem des Malaienbären. Anders als dieser ist der Kragenbär viel kräftiger und bewohnt auch nördlichere Regionen bis nach Sibirien.

Als Allesfresser hat der Kragenbär ein breites Nahrungsspektrum. Überwiegend ernährt er sich von Früchten, Knollen, Sprösslingen. Er frisst aber auch Insekten, Aas, Eier, Schlangen, Frösche und besonders gerne Honig. Einen großen Teil ihres Lebens verbringen Kragenbären auf Bäumen, wo sie auch überwiegend ihr Futter suchen.

Weiterführende Informationen

Die Paarungszeiten der Kragenbären variieren in den unterschiedlichen Verbreitungsgebieten. Im Norden findet die Paarung bereits Ende Mai, Anfang Juni statt. Die Kragenbären in den südlicheren Regionen paaren sich zwei bis drei Monate später. Die Jungtiere der Kragenbären werden allerdings alle im Februar und März geboren. Der Grund für die scheinbar längere Tragzeit im Norden ist die verzögerte Einnistung der befruchteten Eizelle, die auch bei anderen Bären beobachtet werden kann. Gewöhnlich werden zwei Junge geboren, die etwa zwei Jahre lang bei ihrer Mutter bleiben.

Hauptbedrohungen der Kragenbären sind der Lebensraumverlust und die Jagd. Besonders begehrt ist der Kragenbär bei Wilderen wegen seiner Gallenblase und des Fells. Die Gallenblase wird auf dem Schwarzmarkt zu hohen Preisen verkauft und findet vor allem Verwendung in der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die Gallenflüssigkeit wird als Heilmittel für verschiedenste Leiden eingesetzt.

Der WWF und TRAFFIC setzen sich dafür ein, den Handel mit Bären und deren Teilen zu unterbinden, die verbliebenen Lebensräume zu schützen und Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung und den Regierungen zu leisten. Vom WWF werden beispielsweise Projekte gefördert, die die Bestandserfassung und Kartierung der Kragenbärenreviere sowie die Kooperation mit der lokalen Bevölkerung und den Behörden zum Ziel haben. Dies sind wichtige Voraussetzungen um Schutzgebiete auszuweisen und den Druck auf die verbliebenen Kragenbären-Populationen zu vermindern. TRAFFIC kontrolliert zudem direkt den Handel mit den Bären und ihren Produkten.

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