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WWF-Artenlexikon

Löwe (Panthera leo)

Lebensraum Savanne, Buschland, Sandwüste
Geografische Verbreitung Südrand der Sahara bis nach Südafrika (außer im zentralafrikanischen Regenwald), Reliktpopulation im Gir-Nationalpark in Indien
Gefährdungsstatus IUCN: "gefährdet"
Unterart Asiatischer Löwe (P. l. persica): "vom Aussterben bedroht"
CITES: Anhang II
Unterart Asiatischer Löwe (P. l. persica): Anhang I
Bestandsgröße weltweit: 23.000 bis 39.000 Individuen
Trend: abnehmend
Löwen. © Michael Poliza / WWF

König der Tiere

Löwen werden als die Könige der Tiere bezeichnet und das nicht ohne Grund, erreichen doch die Männchen eine stattliche Körperlänge von 110 bis 250 Zentimetern bei einem Gewicht von 150 bis 240 Kilogramm. Damit sind sie 30 bis 50 Prozent größer und massiger als weibliche Löwen. Das Brüllen der Löwen ist kilometerweit zu hören und lässt jeden wissen, wer der Herr der Savanne ist. Ausgewachsene männliche Löwen besitzen zudem eine beeindruckende Mähne.

Löwen leben meist in Rudeln von drei bis zehn Weibchen, deren Jungen und zwei bis drei Männchen zusammen. Ein Männerverband kann meist nur wenige Jahre die Herrschaft über ein Rudel halten, bevor er von jüngeren Tieren vertrieben wird. Übernimmt eine neue Männchengruppe ein Rudel, werden alle Jungtiere getötet, die noch von ihren Müttern abhängig sind, damit die Weibchen innerhalb weniger Tage erneut empfängnisbereit werden und somit das Erbgut der neuen Rudelherren vermehren können. Die Löwinnen werden im Alter zwischen 30 und 38 Monaten geschlechtsreif und können etwa alle zwei Jahre, ein bis sechs Junge zur Welt bringen. Mit etwa 18 Monaten werden die Jungtiere selbstständig. Sterben die Jungtiere während dieser Zeitspanne, sind die Weibchen unmittelbar wieder paarungsbereit.

Weiterführende Informationen

Bevorzugte Beutetiere der Löwen sind größere Huftiere wie zum Beispiel Zebras, Büffel, Gazellen oder Springböcke. Daneben werden aber auch Nager, Vögel, Reptilien oder sogar auch mal ein Elefant erlegt. Jagdversuche unternehmen meist nur ein oder zwei größere Löwen des Rudels. Große Beutetiere werden zusammen im Rudel gejagt. Da die potenziellen Beutetiere häufig schneller und ausdauernder sind, müssen sich die Jäger auf etwa 15 Meter anschleichen, bevor sie angreifen.

Einst kamen Löwen vom nördlichen Afrika bis Südwestasien und von Westeuropa bis Ostindien vor. Heute beschränkt sich ihr Verbreitungsgebiet mit Ausnahme des zentralafrikanischen Regenwaldblocks von der südlichen Sahara bis nach Südafrika und eine kleine Restpopulation in Westindien. In Afrika sind besonders die Löwen in West- und Zentralafrika gefährdet, die in kleinen, genetisch nahezu isolierten Population leben. Neben dem Verlust an Lebensraum sind die Hauptbedrohungen für die verbliebenen Löwenpopulationen durch Haustiere übertragene Krankheiten und zu hohe oder nicht kontrollierte Abschussquoten bei der Trophäenjagd.

Der WWF setzt sich für den Erhalt der Löwen in ihrem natürlichen Lebensraum ein. Dafür unterstützt er viele Nationalparke und andere Schutzgebiete finanziell, personell, durch Equipment sowie durch die Bereitstellung seiner langjährigen Expertise im Arten- und Naturschutz. Der WWF und TRAFFIC, das gemeinsame Artenschutzprogramm von WWF und Weltnaturschutzunion IUCN, setzen sich zudem für einen nachhaltigen Handel mit wild lebenden Arten ein und arbeiten an der Einschränkung des illegalen Handels.

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