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WWF-Artenlexikon

Quittenwaran (Varanus melinus)

Lebensraum wahrscheinlich Sümpfe oder ähnliche Lebensräume mit hoher Wasserverfügbarkeit, Felsspalten und Höhlen
Geografische Verbreitung einige Inseln des indonesischen Sula- Archipels
Gefährdungsstatus Die Art wurde erst 1997 wissenschaftlich beschrieben und wird noch nicht in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) geführt. Die Frage nach der tatsächlichen Bedrohung lässt sich erst nach detaillierten Feldstudien beantworten.
Bestandsgröße unbekannt (vermutlich ist der Quittenwaran äußerst selten)
Quittenwaran. © Vassil
Quittenwaran. © Vassil

Man weiss fast nichts über ihn

Der Quittenwaran wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. Bislang fehlen Untersuchungen über Lebensweise und Verhalten der Art in der Wildnis. Alle Informationen stammen aus der Beobachtung von in Gefangenschaft lebenden Tieren. Seinen Namen verdankt der Quittenwaran seiner auffälligen gelben Färbung, deren Intensität von Tier zu Tier variiert. Quittenwarane werden über einen Meter lang, sind Fleischfresser und zumindest in Gefangenschaft nicht sehr wählerisch. Neben Krabben und Fisch verschmähen sie auch Nagetiere nicht. Das Verbreitungsgebiet ist noch nicht endgültig erforscht, scheint sich aber auf wenige indonesische Inseln zu beschränken.

Noch bevor Zoologen den Quittenwaren als neue Art erkannt und beschrieben hatten, war er bereits unter dem Namen anderer Waranarten in den Handel gelangt. Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebiets in Indonesien ist es wahrscheinlich, dass der Quittenwaran von Natur aus selten ist.

Weiterführende Informationen

Der internationale Handel droht die gerade entdeckte Art auszulöschen. Alleine in die USA wurden bis vor kurzem jährlich 500 bis 1.000 Quittenwarane eingeführt. Derzeit sind die Quittenwarane im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) im Anhang II gelistet. Dies bedeutet, dass der kommerzielle Handel kontrolliert wird und nur mit einer staatlichen Ausfuhrgenehmigung erfolgen darf. Ein Antrag für die Aufnahme des Quittenwarans in Anhang I (kommerzielles Handelsverbot) wurde aufgrund mangelnder Datengrundlage bislang abgelehnt.

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