WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 22.04.2014

Hoffnung für Breitmaul- und Spitzmaulnashorn

Von der aktuellen Wilderei Krise abgesehen, steht das Spitzmaulnashorn heute mit fast 5000 Tieren nicht mehr länger kurz vor vom Aussterben. Auch der Bestand an Breitmaulnashörnern erholt sich weiter und ist inzwischen auf rund 20.000 Tiere angewachsen.

Spitzmaulnashorn. © Michael Poliza / WWF
Spitzmaulnashorn. © Michael Poliza / WWF

Nach Angaben von Experten der Weltnaturschutzunion IUCN wächst die Anzahl der Wildtiere beider Arten seit ihrem Tiefstand 1995 kontinuierlich: Breitmaulnashörner verzeichnen einen Zuwachs von 6,8 Prozent und Spitzmaulnashörner eine Vermehrungsrate von 4,5 Prozent.

 

Zu verdanken ist beides der effektiven Überwachung, verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und dem Engagement afrikanischer Gemeinden und Regierungen. "Der Schutz der Nashörner in Afrika wird immer stabiler", sagt Carlos Drews, Chef des Artenschutzprogramms bei WWF International. "Dank strategischer Schutzmaßnahmen, erhöhter Wachsamkeit gegenüber Wilderei und gemeinsamen Anstrengungen, damit die lokale Bevölkerung von den Schutzmaßnahmen auch profitiert, sind viele Populationen afrikanischer Nashörner auf dem Weg der Besserung."

 

Leider werden diese Erfolge inzwischen durch die seit wenigen Jahren grassierende Wildereikrise in Afrika gefährdet. In Südafrika ist die Wildereirate an Breit- und Spitzmaulnashörnern seit 2007 um über 7000 Prozent gestiegen. Die IUCN Experten gehen davon aus, dass bei einem weiteren Anstieg, wie er sich bisher abzeichnet, die Todesrate die Geburtenrate in den nächsten 2 Jahren übersteigen könnte. Dies würde bedeuten, dass die Nashornpopulation in Südafrika wieder abnimmt.

Besenderung Afrikanischer Nashörner. © R. Dutoit / WWF
Besenderung Afrikanischer Nashörner. © R. Dutoit / WWF

Was der WWF tut

Der WWF hat allein zwischen 1962 und 2001 über 30 Millionen Euro in den Schutz afrikanischer Nashörner investiert. Bei den Projekten handelt es sich vor allem um Bekämpfung der Wilderei, Ausbildung und Finanzierung von Wildhütern und Anti-Wilderer-Einheiten, Schutz der natürlichen Lebensräume sowie Unterstützung bei der Kontrolle des Handels mit Nashornprodukten.

 

Um die afrikanischen Nashörner vor dem Aussterben zu bewahren, wurde 1997 vom WWF ein „Afrikanisches Nashorn-Programm“ gegründet, um technische und finanzielle Unterstützung gezielt für den Nashornschutz einsetzen zu können. Das Programm für Schutz und Management der Breitmaul- und Spitzmaulnashörner wird in Partnerschaft mit den Hauptverbreitungsstaaten der afrikanischen Nashörner durchgeführt. Pro Jahr werden fast eine Million Euro investiert.

 

Aktuell unterstützt der WWF die südafrikanische Regierung dabei, die erneut ausufernde Wilderei im Land in den Griff zu bekommen – durch Beratung sowie durch Umsiedlungen.

 

TRAFFIC, das gemeinsame Artenschutzprogramm von WWF und Weltnaturschutzunion IUCN zur Überwachung des Handels mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, geht mit verschiedenen Maßnahmen gegen die drohende Ausrottung der Nashörner vor. Ziel von TRAFFIC ist es, den illegalen Handel mit Nashorn-Horn zu stoppen. Außerdem soll die Bevölkerung in den Verbraucherstaaten mit Hilfe von Aufklärungskampagnen zum Kauf von „nashornfreien“ Heilprodukten motiviert werden.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Nashörner
schützen
Nashörner
schützen