WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Weltkatzentag: Kennen wir Katzen eigentlich?

Heute ist der 8. August - vielen Tierfreunden auch als "Weltkatzentag" bekannt. Ursprünglich wurde dieser Gedenktag ausgerufen, um auf Missstände aufmerksam zu machen, unter denen Katzen leben und gehalten werden. Heutzutage wird er von Katzenfreunden aber auch dazu genutzt, ihre Katzenliebe mit anderen zu feiern.

Tierschutz bei Katzen - egal ob es sich nun um Hauskatzen, Kleinkatzen oder auch Großkatzen handelt, ist ein wichtiges Thema. Doch wie viel wissen wir über Katzen? Wir meinen oft Tiger, Löwen, Geparden und sogar unsere Stubentiger zu kennen, aber viele Dinge wissen auch passionierte Katzenfreunde nicht.

Groß- und Kleinkatzen werden zum Beispiel nicht nach ihrer tatsächlichen Körpergröße eingeteilt, auch wenn der Name dies vermuten lässt. Der Puma zählt, anders als man annehmen würde, nämlich zu den Kleinkatzen. Ausschlaggebend für die Einteilung ist die genetische Nähe der Tiere zueinander und körperliche Merkmale wie der Bau des Zungenbeins.

Mögen Großkatzen eigentlich Katzenminze?

Tiger kennen wir als großartige Jäger und jeder von uns hat bei der Vorstellung eines jagenden Tigers actionreiche Szenen im Gedächtnis. Doch Tiger können auch anders. Häufig fangen sie kleine Tiere wie Frösche oder Insekten. Diese machen sie zwar nicht satt, aber trainieren ihre Jagdfähigkeiten.

Großkatzen besitzen alle eine Tarnzeichnung, aber nicht bei jeder Großkatze kann man sie auch sehen. Löwenjunge haben zum Beispiel ein geflecktes Fell. Die Flecken verschwinden, wenn der Löwe auswächst. Auch unsere Hauskatzen haben eine Wildzeichnung. Diese kennen wir als Tigerung. Erst eine Genmutation führte zu einfarbigen Katzen.

Liger und Töwe

Großkatzen wie Löwe und Tiger lassen sich untereinander kreuzen. Dies passiert allerdings nur in Gefangenschaft, weil sich Löwen und Tiger in der Wildnis aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebensräume nicht begegnen würden. Ist der Vater ein Löwe, nennt man den Hybriden Liger, ist der Vater ein Tiger, nennt man ihn Töwe.

Die Hybriden haben optische Merkmale beider Elterntiere. Der Liger hat dazu noch eine besondere Eigenschaft - Er wächst stetig und kann so immense Größen erreichen und seine Eltern weit überragen. Deswegen sind Hybriden dieser Art leider auch sehr beliebt und werden absichtlich als Zuschauersensation gezüchtet.

Wenn ein Jaguarjunges sechs Wochen alt ist, besitzt es die Größe einer Hauskatze. In dem Alter frisst es bereits einen Monat lang Fleisch, wird von der Mutter jedoch bis zum sechsten Monat zusätzlich noch gesäugt. 

Großkatzen im Karton

Betrachtet man Großkatzen und auch unsere Hauskatzen, dann sind zwar Unterschiede auszumachen, aber im Prinzip ist unsere Schoßkatze nur eine kleinere Ausführung von Tiger und Co. Fortpflanzung, Aufzucht, Ernährung und das Sozialverhalten unterscheiden sich kaum. Selbst Verhaltensweisen, die wir nur von unseren Hauskatzen kennen, können wir auch bei Großkatzen wiederfinden. Jeder Katzenbesitzer weiß, was passiert, wenn ein Karton in der Wohnung herumsteht. Es wird keine 10 Sekunden dauern, bis die Katze in diesem sitzt - egal ob sie hineinpasst oder nicht.

 

Der Text stammt von Ricarda Riechert, Bloggerin und selbst sechsfacher Katzenbesitzerin.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Dem Tiger
helfen
Dem Tiger
helfen