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Süßwasser-Lebensräume: Unsere wertvollsten Ressourcen

Flüsse, Seen und andere Feuchtgebiete sind unverzichtbar für unsere Trinkwasser- versorgung, bieten zahllosen Arten einen Lebensraum und sind wichtig für den Hochwasserschutz. Nach Schätzungen des WWF liegt allein ihr ökonomischer Wert weltweit bei etwa 70 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

 

Pelikane und Flamingos sind oft am Unterlauf und im Delta eines Flusses zu Hause. © Michael Poliza / WWF
Pelikane und Flamingos sind oft am Unterlauf und im Delta eines Flusses zu Hause. © Michael Poliza / WWF

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen gibt es weltweit mindestens 12,8 Millionen Quadratkilometer an Feuchtgebieten – jedoch mit sinkender Tendenz. Alleine im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde ihre Fläche um die Hälfte verringert. Denn weltweit wird Feuchtgebieten zunehmend das Wasser abgegraben – mit fatalen Folgen. Flüsse werden begradigt und aufgestaut, ihre natürlichen Überflutungsflächen, die Auen, trockengelegt.

 

Durch eine Renaturierung von Auenflächen sichert der WWF nicht nur Lebensräume für seltene und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Intakte Feuchtgebiete bilden außerdem neues Grundwasser und damit Trinkwasser – und sie filtern es auch und verbessern so dessen Qualität. Darüber hinaus verhindern Feuchtgebiete als natürliche Hochwasserbremse so manche Überschwemmungskatastrophe.

 

Ein nachhaltiges Feuchtgebiets-Management und der Schutz besonders wertvoller Lebensräume sind deshalb wichtige Aspekte der WWF-Arbeit. Denn dies dient sowohl dem Menschen als auch der Umwelt. Deshalb engagiert sich der WWF auch auf internationalen Konferenzen für den Schutz der Feuchtgebiete.


Weltweit

Auch auf internationalen Konferenzen engagiert sich der WWF für den Schutz der Feuchtgebiete. Ein großer Erfolg konnte etwa im November 2005 gefeiert werden: Elf neue Gebiete, davon allein sechs in Indien, mit einer Ausdehnung von 4,2 Millionen Hektar – eine Fläche so groß wie die Niederlande – wurden unter den Schutz der internationalen Ramsar-Konvention (Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung) gestellt.

 

Daneben hat der WWF sein internationales Engagement zum Schutz von Süßwasser-Ökoregionen weiter ausgebaut und ist seit 2004 am  Mekong aktiv, wo er sich für den Erhalt dieser artenreichen Ökoregion und bedrohter Arten wie Mekong-Riesenwels oder Irawadi-Delfin einsetzt. Darüber hinaus setzt sich der WWF auch für den Erhalt des Ganges in Indien ein.


In Deutschland und Europa

Der WWF setzt sich daher auch in Deutschland in vielen seiner Projekte, wie zum Beispiel in der Schaalsee-Landschaft, im Naturpark Uckermärkische Seen oder im Drömling für den Schutz und die Erhaltung dieser wertvollen Lebensräume ein. Durch Landkauf konnte der WWF in den genannten norddeutschen Feuchtgebieten allein oder mit Partnern bereits über 30.000 Hektar natürliche Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen sicherstellen.

Entlang von Donau und Elbe werden durch den WWF richtungsweisende Projekte zur Erhaltung und Renaturierung dieser Flusslandschaften und Auenbereiche durchgeführt.

   
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