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Stand: 24.03.2014

Eutrophierung - Einträge aus der Landwirtschaft

Die Überdüngung der Meere ist vor allem für unsere Flachmeere, insbesondere die Ostsee, eines der Haupt-Umweltprobleme. Durch Abschwemmungen von Phosphor und Stickstoff von stark gedüngten Feldern geraten diese Pflanzennährstoffe ins Meer. 

Blaualgen an der Ostseeküste Finnlands © Päivi Rosqvist / WWF Finnland
Blaualgen an der Ostseeküste Finnlands © Päivi Rosqvist / WWF Finnland

Dort bewirken sie, dass Algen massenhaft wachsen und andere Pflanzen überwuchern oder beim Absterben am Boden zersetzt werden. Für diesen Prozess brauchen die Bakterien den Sauerstoff im Wasser auf und es entstehen große sauerstoffarme Todeszonen am Meeresboden.

Dieses Problem hat sich besonders für die Ostsee in den letzten Jahrzehnten verschärft, da die Ostsee ein Binnenmeer ist, das nur alle 10-15 Jahre mit sauerstoffreichem Bodenwasser aus der Nordsee versorgt wird. Daher kommt es gerade in lang anhaltenden heißen Sommerperioden zu Algenblüten mit Absterben von großen Meeresteilen. Diese werden durch sogenannten Blaualgen (eigentlich Cyanobakterien) verursacht, die, wenn der Stickstoff für Grünalgen im Plankton aufgebraucht ist, ihre Vermehrungschance haben, da sie ihren Stickstoffbedarf aus der Luft beziehen.

Das Thema betrifft jedoch auch in manchen Jahren das Wattenmeer und die Nordsee. Weltweit sind vor allem das Schwarze Meer, der Golf von Mexico und das Gelbe Meer betroffen.

Der WWF setzt sich seit Jahren in der Ostsee für wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Überdüngung ein. Dies betrifft die Landwirtschaft, wo durch maßvolles Düngen die größten Wirkungen möglich sind, aber auch bessere Abwasserreinigungsanlagen, Emissionsgrenzen für Fahrzeuge bis hin zum Verbot von phosphathaltigen Wasch-und Spülmitteln. Kampagnen, Öffentlichkeitsarbeit und auch ein Wettbewerb wie der „Ostsee-LandwirtIn des Jahres“ sollen hier für eine Umkehr des Trends sorgen.

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