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Stand: 12.06.2014

Bergbau und Energie: Rohstoffe statt Regenwald

Die Auswirkungen des Goldschürfens auf den Regenwald © Zig Koch / WWF

Auch für Bergbau und Energiegewinnung schwinden Brasiliens Wälder. Eisen, Gold, Kalk, Gas und Erdöl sollen in großen Mengen gefördert werden – auch und gerade in ökologisch wertvollen Regionen, sogar in Schutzgebieten. Dazu soll das Bergbaugesetz reformiert werden. Die Folgen dieses drohenden Goldrausches sind noch gar nicht abzuschätzen. Auch deshalb, weil vieles im Geheimen abläuft und für die Öffentlichkeit einschließlich Umweltorganisationen noch schwer zu durchschauen ist.

Die Ausbeute eines Goldschürfers nach einer Woche Arbeit © Zig Koch / WWF
Die Ausbeute eines Goldschürfers nach einer Woche Arbeit © Zig Koch / WWF

Energie für Bodenschätze

Gerade zur Gewinnung von Bodenschätzen braucht Brasilien sehr viel Energie. Die soll besonders durch den Bau monströser neuer Wasserkraftwerke im Amazonas-Regenwald erzeugt werden. Bis 2022 will Brasilien mehr als 400 Milliarden Euro in die Energiegewinnung stecken. Alleine der Wasserkraftanteil aus dem Amazonasbecken soll um rund 150 Prozent gesteigert werden.

 

Der Madeira, einer der vier großen Zuflüsse des Amazonas, wird bereits von zwei Wasserkraftwerken unterbrochen. Am Xingu-Fluss wird zurzeit mit elf Gigawatt der drittgrößte Staudamm der Welt gebaut. Auch am Tapajos-Fluss haben erste Bauarbeiten begonnen. Insgesamt sollen dort laut Brasiliens Energieplan sieben Wasserkraftwerke bis zu 16 Gigawatt Strom produzieren. Viele dieser Wasserkraftwerke betreffen direkt Indigenen-Territorien und Schutzgebiete. Gemeinsam mit den Nachbarländern Peru, Guayana, Bolivien und Ecuador will Brasilien außerdem weitere Großprojekte zur Stromgewinnung durch Wasserkraft vorantreiben.

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Ein Juwel
am Amazonas
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