WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Stand: 31.01.2018

Highlights aus der Entwicklung des Geisternetze-Projekts

Seit 2013 ist der WWF gegen Geisternetze in der Ostsee aktiv. Verschiede Methoden zur Bergung von Geisternetzen wurden getestet, die insgesamt 5,7 Tonnen (Stand Januar 2018) Netzmaterial und Schrott zutage gefördert haben.

Geisternetz mit Dorsch vor Hiddensee © W. Wichmann / WWF
Geisternetz mit Dorsch vor Hiddensee © W. Wichmann / WWF

2018: Bergung und Recycling gehen weiter

Weil die Zusammenarbeit mit Tauchern sich an der deutschen Ostseeküste als die ergiebigste Methode zum Aufspüren von Geisternetzen erwiesen hat, wird die Taucherkooperation ausgeweitet. Küstenweit werden Tauchvereine angesprochen, über Geisternetze zu berichten. Die WWF Forschungstaucher werden neue Verdachtsstellen bewerten und entscheiden, wo die Bergung der Netze möglich ist. Dabei werden auch die Verdachtspositionen, die dem WWF von lokalen Fischern mitgeteilt wurden, durch Tauchteams besucht und geklärt, wo Netzmaterial zu finden ist.

Das MARELITT Baltic Projekt geht in die letzte Jahresrunde: Ein Leitfaden zum Umgang mit Geisternetzen in der Ostsee wird eines der Ergebnisse sein. Der Abschluss der Recycling-Versuche steht kurz bevor: Ist es möglich, Geisternetze aus der Ostsee in neue Produkte umzuwandeln?

2017: Wege zum Recycling von Geisternetzen werden erforscht

Der WWF ist seit November 2015 Partner im europäischen Projekt gegen Meeresmüll „MARELITT Baltic“. Im Rahmen der Projektarbeit werden Wege zum Recycling von Geisternetzen aufgespürt und erforscht. Trotz des mit Metallschrott, Bleileinen und allerlei Meeresmüll durchsetzten Materials finden wir Techniken, die eine Wiederverwertung ermöglichen. Aus den Ergebnissen wird ein Bericht zum Recycling von Geisternetzen erstellt, der zukünftigen Bergungsaktionen als Leitfaden für die Verwertung von Netzmaterial ab Frühjahr 2018 auf der MARELITT Baltic Webseite zur Verfügung stehen wird.

2016: Tests der Netzbergung mit der Netz-Harke

Der Fischer Karl-Heinz Neumann stößt mit seinem Kutter „Einheit“ zum Projekt dazu und sucht mit seiner Erfahrung nach Netzen, die in der Vergangenheit verloren wurden. Zusätzlich nehmen wir lokale Taucher an Bord, die auf freiliegende Netze am Meeresboden hinweisen. Die Netzsuche mit Tauchern erweist sich als ergiebig: Fünf Tonnen Geisternetze werden mithilfe der Netz-Harke, Bergungsankern dem Fischkutter und Tauchteams geborgen. 

2015: Erster Versuch zur Sortierung von geborgenen Netzen

Die Plastikfasern aus Polyamid sind hochwertig, doch das Entfernen von Schrott, alten Kabeln, und Sand sind aufwändig. Es wird klar: Zur Netzverwertung gibt es keinen einfachen Weg.

2014: Tauchaktion an Wrackstandorten in der Ostsee

Ein Team von Forschungstauchern bewertet die Situation unter Wasser, testet die Methode der Bergung an Wracks und birgt ca. zwei Tonnen Netzmaterial.

Forschungstauchern untersucht Geisternetz © Philipp Kanstinger / WWF
Forschungstauchern untersucht Geisternetz © Philipp Kanstinger / WWF
  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken
   
Unterstützen Sie
den WWF
Unterstützen Sie
den WWF