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Schutz der Feuchtgebiete

Die Ramsar-Konvention

Weichholzaue am Oberrhein. © WWF-Canon / Martin Harvey
Weichholzaue am Oberrhein. © WWF-Canon / Martin Harvey

Mit der vom WWF initiierten Ramsar-Konvention 1971 sind rund um den Globus inzwischen 1,9 Millionen Quadratkilometer Feuchtgebiete unter Schutz gestellt. Das entspricht der fünffachen Fläche Deutschlands. Damit werden nicht nur artenreiche Lebensräume, sondern auch Wassereinzugsgebiete für Millionen Menschen dauerhaft gesichert.

Feuchtgebiete wie Auenlandschaften, Moore, Seen oder Gebirgsflüsse mit ihren Quellgebieten sind nicht nur wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern spielen auch eine immens wichtige Rolle als Nahrungsquelle und Grundwasserspeicher. Um den Schutz dieser extrem bedrohten Ökosysteme bemüht sich das "Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung", die so genannte Ramsar-Konvention.

Dieses Übereinkommen zum Schutz von Küstengewässern, Seen, Flüssen und Mooren wurde 1971 in der iranischen Stadt Ramsar begründet. Das Abkommen wendet sich gegen die rücksichtslose Zerstörung der empfindlichen Ökosysteme durch Staudämme, Flussbegradigungen, Landwirtschaft oder Trockenlegung.

Bislang haben 158 Staaten, darunter auch Deutschland, den Ramsar-Vertrag unterzeichnet. Sie verpflichten sich dadurch, bedeutende Feuchtgebiete als Lebensraum und Wasserspeicher zu erhalten und sie nachhaltig zu nutzen.

Auf der letzten Vertragsstaatenkonferenz vom 8. bis 15. November 2005 in Kampala (Uganda) beschlossen 900 Vertreter der Mitgliedsländer neue, weitreichende Schritte: So wurden elf neue Gebiete, davon allein sechs in Indien, mit einer Fläche von 4,2 Millionen Hektar unter den Schutz der Ramsar-Konvention gestellt. Dadurch erhöhte sich die gesamte Fläche der unter der Ramsar-Konvention geschützten Feuchtgebiete auf über 133 Millionen Hektar.

Ausdrücklich betonten die Teilnehmer in ihrer Abschlusserklärung den Wert der Feuchtgebiete für die weltweite Armutsbekämpfung.

Nach Schätzungen des WWF besitzen die fast 12,8 Millionen Quadratkilometer Feuchtgebiete weltweit einen ökonomischen Wert von etwa 60 Milliarden Euro. In vielen dieser Regionen ist die Fischerei der wichtigste Eiweißlieferant für die Bevölkerung. Der WWF begrüßte daher die ebenfalls beschlossene Resolution zur nachhaltigen Fischerei.

Um die Konvention zu stärken, sollen die bisherigen Schutzkriterien für die mehr als 1.520 Feuchtgebiete an die Schutzkategorien der Weltnaturschutzorganisation IUCN angepasst werden. Neben einer verbesserten Integration von Ramsar-Gebieten in nationale Schutzkonzepte bedeutet dies auch, dass Verstöße gegen die Konvention künftig rechtlich geahndet werden können.


Alles über Ramsar (englisch)

...auf der Webseite der Ramsar-Konvention

...bei WWF International

Downloads

Die Ramsar-Konvention

Ramsar-Gebiete in Deutschland

Gefährdete Tiere und Pflanzen in deutschen Ramsar-Gebieten

Ramsar-Glossar

Torfabbau zerstört Moore 

 



Titel: Ramsar

Link: http://www.wwf.de/themen/politik/wasserpolitik/ramsar/


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