Flüsse

Die Lebensadern der Natur

Die Oder bei Lubiaz. © J. Czepnik / WWF
Die Oder bei Lubiaz. © J. Czepnik / WWF

Als Fluss bezeichnet man ein natürliches Fliessgewässer, das von Niederschlägen gespeist bergab fließt. Ein Fluss kann im Meer, in einem See oder auch in einem anderen Fluss münden. Auf seinem Weg zur Mündung wird er durch den Zufluss von Bächen oder weiteren Flüssen verbreitert.

Flüsse und ihre natürlichen Überflutungsgebiete, die Auen, gehören zu den artenreichsten und zugleich am stärksten bedrohten Lebensräumen in Europa.  An vielen großen Flüssen in Europa – Donau, Oder, Elbe, Rhein – werden richtungsweisende Projekte zum Erhalt und zur Renaturierung der Flusslandschaft und ihrer Auen durchgeführt.

Zugleich hat der WWF sein internationales Engagement zum Schutz von Süßwasser-Ökoregionen verstärkt. Im Jahr 2004 nahm die Umweltstiftung ihre Arbeit am Mekong in Südostasien auf, in dem allein 1.300 Fischarten leben.

Natürliche Hochwasserbremsen

Kernpunkt der WWF-Arbeit: Ehemalige Auengebiete werden wieder an die natürliche Dynamik des Flusses angeschlossen. Der Erfolg lässt meist nicht lange auf sich warten: Die wieder überschwemmte Auenfläche wird rasch besiedelt und erreicht bald einen ähnlichen hohen Artenreichtum wie vor der Abkoppelung vom Flusslauf.

Die Renaturierung der Auen dient zugleich auch dem Hochwasserschutz. Denn die Überflutungszonen der Flüsse sind natürliche Hochwasserbremsen. Trotzdem werden weltweit immer wieder durch menschliche Nutzung wertvolle Lebensräume zerstört – etwa durch Dämme und Staustufen, um Flüsse befahrbar zu machen.

Der WWF arbeitet daher neben seinen Projekten mit internationalen Partnern vor Ort zum Beispiel an Konzepten zur naturnahen Nutzung von Wasserstraßen. Und er betreibt politische Lobbyarbeit zur Wasserpolitik auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene.

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