Wasserfußabdruck Deutschland - Hintergrundinformationen

Das Konzept des virtuellen Wassers wurde in den 1990er Jahren von dem britischen Wissenschaftler John Anthony Allan entwickelt. Darunter ist die Wassermenge zu verstehen, die während der gesamten Produktionskette eines bestimmten Produktes verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird. Inzwischen hat sich dieses Konzept nicht nur in der Wissenschaft verbreitet, sondern findet auch Beachtung im Handel und in der Politik.   

Der Wasser-Fußabdruck ist eine Weiterentwicklung des virtuellen Wasser-Konzeptes und kann sowohl für Einzelpersonen wie auch für Unternehmen und ganze Nationen berechnet werden. Er beinhaltet die direkt verbrauchte Wassermenge sowie das in der Nahrung und anderen Gütern verbrauchte virtuelle Wasser.  

Durch den Wasser-Fußabdruck lässt sich darstellen, wie durch den weltweiten Handel von Gütern indirekt auch Wasser im- und exportiert wird. Es gibt Länder, die netto Wasser importieren und solche, die netto exportieren. Theoretisch könnten wasserarme Länder also ihre knappen Ressourcen schonen, indem sie überwiegend Produkte mit einem geringen Wasserverbrauch anbauen oder herstellen und wasserintensive Waren wie beispielsweise Getreide oder Reis einführen. Doch meist fehlen gerade diesen Ländern die notwendigen Finanzmittel, um diese teuren Güter zu importieren.

Mengenangaben
1 km³ (Kubikkilometer) = 1 Milliarde m³ (Kubikmeter)
1 m³ = 1000 Liter
1 km ³ = 1 Billionen Liter  

Vergleichsgrößen
Fassungsvermögen eines typischen Eimers: 10 Liter
Durchschnittlicher Badewanneninhalt: 220 Liter
Inhalt eines olympischen Schwimmbeckens: 2000 bis 3000 m³
Rauminhalt des Bodensees: 48 km³  

Wasser-Fußabdruck Großbritannien
Gesamt: 102 km³ jährlich
Externer: 63,6 km³ jährlich
Pro Person: 4645 Liter täglich

Kontakt

Roland Gramling
Pressestelle
WWF Deutschland
069-79144-216

Martin Geiger
Leiter Bereich Süßwasser
Tel. 069-79 144 140