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Weltwasserwoche 2009: Wege aus der Wasserkrise

Internationales Expertentreffen vom 16. bis 22. August in Stockholm

Etwa eine Milliarde Menschen haben kein sauberes Trinkwasser. Mehr als fünf Millionen Menschen, meist Kinder, sterben jedes Jahr an den Folgen einer schlechten Wasserversorgung. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle stand daher im Mittelpunkt der Weltwasserwoche, zu der sich mehr als 2.000 Wissenschaftler, Praktiker und Entscheidungsträger aus aller Welt in der schwedischen Hauptstadt trafen.

In mehr als 100 Veranstaltungen wurden Konfliktursachen und Lösungswege rund ums Wasser diskutiert. Im Fokus standen grenzüberschreitende Gewässer. weitere Themen sind unter anderen Hygiene, sanitäre Anlagen und Gesundheit, Herausforderung Stadt, Landwirtschaft, Sicherung ausreichender Wassermenge und -qualität und der Wasserfußabdruck.

Die Auswirkungen des Klimawandels und der steigende Bedarf an landwirtschaftlichen Gütern und Nahrungsmitteln sind die größten Herausforderungen für eine nachhaltige und gerechte Wassernutzung.

Deshalb forderte der WWF zum Auftakt der Konferenz in Stockholm verstärkte, internationale Anstrengungen im Kampf gegen die weltweite Wasserkrise.

Angesichts der wachsenden, weltweiten Probleme sei es geradezu paradox, dass die UN-Konvention für ein nachhaltiges, verantwortungsvolles und vor allem grenzüberschreitendes Management von Trinkwasservorkommen noch immer auf Eis liegt. „Die internationale Staatengemeinschaft hat es bisher nicht geschafft, dieses wichtige Abkommen zu ratifizieren und umzusetzen“, kritisiert Martin Geiger, Leiter WWF Süßwasser. Doch nur so könnten in Zukunft Konflikte um Wasserressourcen geschlichtet und gelöst werden. Die UN-Konvention dient als Rahmen für die Bewirtschaftung grenzüberschreitender Vorkommen, wie etwa Flüsse, Seen oder unterirdische Wasserreservoire, die sich im Hoheitsgebiet mehrerer Staaten befinden.

Es wird immer wichtiger, mit Süßwasser sparsam umzugehen und die natürlichen Trinkwasserspeicher rund um den Globus besser zu schützen – beides zentrale Ziele der WWF-Projektarbeit.

Weltwasserwoche: Seit 1991 ein wichtiges Forum für Experten

Die Weltwasserwoche findet seit 1991 jedes Jahr statt und wird vom Stockholm International Water Institute (SIWI) organisiert. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen treffen sich, um gemeinsam globale Lösungsansätze im Wassersektor zu erarbeiten.

Obwohl dort keine völkerrechtlich verbindlichen Abkommen oder Verträge abgeschlossen werden, gilt die Weltwasserwoche inzwischen als bedeutendes internationales Forum. Die verschiedenen Interessenvertreter nutzen die Möglichkeit, dort gemeinsam effizientere und nachhaltige politische Instrumente zu erarbeiten, neue Partnerschaften aufzubauen und wichtige Projekte ins Leben zu rufen.


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Titel: Weltwasserwoche 2009

Link: http://www.wwf.de/themen/suesswasser/wasserpolitik/weltwasserwoche-2009/


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